# Der Stundenansatz in der Garage: verrechnete Zeit, nicht Präsenzzeit.

Quelle: https://kidesk.ch/ratgeber/stundenansatz-garage · Ratgeber · Thema: Kalkulation und Preise · Stand: 2026-09-21 · Herausgeber: KIDESK, Büro-Software für Schweizer Unternehmen

**Kurz gesagt:** Der Stundenansatz einer Werkstatt ist **Kosten ohne Ersatzteile geteilt durch die verrechneten Stunden**, plus Gewinnzuschlag. Entscheidend ist der Nenner: Von 3'700 Stunden bezahlter Präsenzzeit landen im Beispiel unten 2'960 auf einer Rechnung, und daraus wird ein Ansatz von CHF 140.00 ohne Mehrwertsteuer. Wer in Arbeitswerten abrechnet, teilt diesen Satz durch die Arbeitswerte pro Stunde, die der Fahrzeughersteller festlegt. Einen amtlichen oder verbandsweit verbindlichen Stundenansatz gibt es nicht.

## Drei Zeiten, die nicht dasselbe sind

In einer Werkstatt entscheidet nicht der Satz über das Ergebnis, sondern die Zahl der Stunden, die überhaupt auf eine Rechnung kommen. Wer Präsenzzeit und verrechnete Zeit im selben Topf führt, rechnet mit Stunden, die es nicht gibt. Diese drei Grössen gehören darum auseinander, und zwar schon in der Zeiterfassung.

| Grösse | Was sie misst | Woher du sie nimmst |
| --- | --- | --- |
| Präsenzzeit | Bezahlte Anwesenheit des Mechanikers, ohne Ferien und Feiertage | Zeiterfassung, Kommen und Gehen |
| Produktive Zeit | Zeit, die auf einem Kundenauftrag gestempelt ist. Werkstatt aufräumen, Teile holen, Schulung und Garantiearbeit gehören nicht dazu | Zeit je Auftrag |
| Verrechnete Zeit | Zeit, die auf der Rechnung steht. Bei Abrechnung nach Arbeitswerten ist das die Vorgabezeit, nicht die tatsächlich gebrauchte | Rechnungen des Jahres |
| Auslastungsgrad | Produktive Zeit geteilt durch Präsenzzeit. Sagt, wie viel der bezahlten Zeit am Fahrzeug ankommt | Rechnung aus den ersten beiden Zeilen |
| Leistungsgrad | Verrechnete Zeit geteilt durch produktive Zeit. Sagt, ob du die Vorgabezeiten hältst | Rechnung aus Zeile 2 und 3 |

Auslastungsgrad mal Leistungsgrad ergibt die Produktivität: verrechnete Zeit geteilt durch Präsenzzeit. Richtwerte dafür stehen hier bewusst nicht. Miss deine eigenen Zahlen über ein Jahr, alles andere ist geraten.

Die Trennung hat einen zweiten Nutzen. Sinkt dein Ergebnis, zeigt sie, wo. Ein tiefer Auslastungsgrad ist ein Problem der Organisation: zu viele Wege, fehlende Teile, Leerlauf zwischen den Aufträgen. Ein tiefer Leistungsgrad ist ein Problem der Ausführung oder der Kalkulation: Die Arbeit dauert länger, als du verrechnest. Beide Male hilft ein höherer Stundenansatz nur bedingt weiter.

## Der Rechenweg: Kosten geteilt durch verrechnete Stunden

Der einfachste Weg zu einer belastbaren Zahl führt über das letzte Geschäftsjahr, weil diese Kosten bezahlt und von der Treuhandstelle geprüft sind. Ersatzteile, Reifen, Öl und zugekaufte Fremdleistungen ziehst du vorher ab: Die tragen ihren eigenen Aufschlag und haben im Stundenansatz nichts verloren.

**Werkstatt mit zwei Mechanikern**

| Posten | Wert |
| --- | --- |
| Gesamtaufwand letztes Geschäftsjahr | CHF 620'000.00 |
| ./. Ersatzteile, Reifen, Öl und Fremdleistungen | CHF 245'000.00 |
| Kosten, die die Werkstattstunde decken muss | CHF 375'000.00 |
| Präsenzzeit: 2 Mechaniker à 1'850 h | 3'700 h |
| Produktive Zeit, 80 Prozent der Präsenzzeit | 2'960 h |
| Verrechnete Zeit bei einem Leistungsgrad von 100 Prozent | 2'960 h |
| Kostensatz: 375'000.00 geteilt durch 2'960 | CHF 126.69 |
| Gewinnzuschlag 10 Prozent | CHF 12.67 |
| **Stundenansatz ohne Mehrwertsteuer, aufgerundet** | **CHF 140.00** |

Im Beispiel steckt der Lohn des Inhabers im Personalaufwand, wie bei einer GmbH. Er arbeitet an der Annahme, macht Offerten, bestellt Teile und führt den Betrieb, und seine Stunden erscheinen darum nicht in den 2'960. Bei einer Einzelfirma rechnest du den Betrag, den du zum Leben brauchst, samt AHV und Vorsorge, in die CHF 375'000.00 hinein. Steht der Inhaber selbst an der Hebebühne, zählen seine verrechneten Stunden im Nenner mit.

| Verrechnete Stunden im Jahr | Kostensatz | Mit 10 Prozent Gewinnzuschlag |
| --- | --- | --- |
| 2'600 h | CHF 144.23 | CHF 158.65 |
| 2'800 h | CHF 133.93 | CHF 147.32 |
| 2'960 h | CHF 126.69 | CHF 139.36 |
| 3'200 h | CHF 117.19 | CHF 128.91 |

Immer dieselben CHF 375'000.00 Kosten. Zwischen 2'600 und 3'200 verrechneten Stunden liegen rund CHF 30.00 im nötigen Ansatz. Bevor du am Preis drehst, schau darum auf den Nenner: Ein halber Tag Leerlauf pro Woche und Person sind bei 45 Arbeitswochen 180 Stunden im Jahr.

## Arbeitswerte: der Satz muss zur Einheit passen

Wer nach den Vorgabezeiten eines Fahrzeugherstellers abrechnet, verrechnet keine Stunden, sondern Arbeitswerte oder Zeiteinheiten. Wie viele Arbeitswerte auf eine Stunde gehen, legt der Hersteller fest, und die Zahl ist je Marke verschieden. Für die Kalkulation ändert das nichts: Dein Arbeitswert-Satz ist der Stundenansatz geteilt durch die Arbeitswerte pro Stunde.

| Arbeitswerte je Stunde | Minuten je Arbeitswert | Satz bei CHF 140.00 pro Stunde | Position mit 24 Arbeitswerten |
| --- | --- | --- | --- |
| 10 | 6 | CHF 14.00 | CHF 336.00, das sind 2.4 Stunden |
| 12 | 5 | CHF 11.67 | CHF 280.00, das sind 2.0 Stunden |

Frag deinen Importeur, wie viele Arbeitswerte bei deiner Marke auf eine Stunde gehen, bevor du einen Satz festlegst. Und runde erst die Position, nicht den Satz: Mit einem auf CHF 11.67 gerundeten Arbeitswert ergäben 24 Arbeitswerte CHF 280.08 statt CHF 280.00.

> **Achtung:** Wer nach Vorgabezeit abrechnet, trägt das Risiko der Abweichung selbst. Braucht dein Mechaniker für 24 Arbeitswerte zweieinhalb statt zwei Stunden, verschenkst du eine halbe Stunde, ohne dass es je auf einer Rechnung sichtbar wird. Miss den Leistungsgrad über einige Monate an echten Aufträgen. Liegt er dauerhaft unter 100 Prozent, ist entweder der Ablauf das Problem oder dein Satz zu tief. Vertrittst du eine Marke, prüfe ausserdem, welchen Satz dein Vertrag mit dem Importeur für Garantie- und Kulanzarbeiten vorsieht und ob dieser Satz deine Kosten deckt.

## Kostenblöcke, die nur eine Werkstatt hat

- **Werkstatteinrichtung:** Hebebühne, Achsmessgerät, Klimaservicegerät, Bremsenprüfstand, Absauganlage. Abschreibung, Wartung und die periodische Prüfung gehören in die Jahreskosten.
- **Diagnose und Software:** Geräte und Lizenzen je Marke, meist als Jahresgebühr. Sie laufen weiter, auch wenn die Werkstatt leer steht.
- **Spezialwerkzeug je Marke und Modell,** das du für wenige Aufträge im Jahr brauchst und trotzdem vorhalten musst.
- **Schulung:** Jede Fahrzeuggeneration bringt neue Systeme. Schulungstage sind bezahlte Präsenzzeit ohne verrechnete Stunden und senken deinen Auslastungsgrad.
- **Ersatzwagen:** Kauf oder Leasing, Versicherung, Reinigung, Reifen und die periodische Fahrzeugprüfung. Rechne die Jahreskosten und teile sie durch die Zahl der Ausleihtage, dann weisst du, was ein Ersatzwagentag wirklich kostet.
- **Reifeneinlagerung:** Fläche, Regale und Handling zweimal im Jahr. Das ist eine eigene Leistung mit eigenem Preis, keine Beigabe zum Radwechsel.
- **Werkstattverbrauch:** Reiniger, Tücher, Schutzfolien, Kleinmaterial. Entweder als benannte Pauschale je Auftrag oder im Stundenansatz, nie beides.

Jeder einzelne Block lässt sich auf die verrechnete Stunde herunterrechnen, und genau das macht ihn verhandelbar. Das Muster ist immer gleich: Jahreskosten des Geräts geteilt durch die verrechneten Stunden des Betriebs.

**Was ein Diagnosegerät je verrechnete Stunde kostet**

| Posten | Wert |
| --- | --- |
| Kaufpreis ohne Mehrwertsteuer | CHF 12'000.00 |
| Nutzungsdauer 5 Jahre, Abschreibung im Jahr | CHF 2'400.00 |
| Softwarelizenz und Aktualisierungen im Jahr | CHF 2'400.00 |
| Kosten im Jahr | CHF 4'800.00 |
| Verteilt auf 2'960 verrechnete Stunden | 4'800.00 geteilt durch 2'960 |
| **Anteil je verrechnete Stunde** | **CHF 1.62** |

CHF 1.62 klingen nach nichts. Mit Hebebühne, Klimaservicegerät, Prüfmitteln und drei Softwarelizenzen stehen schnell zehn bis fünfzehn Franken je Stunde da, die im Ansatz enthalten sein müssen. Wer diese Blöcke nie einzeln gerechnet hat, hält sie im Preisgespräch auch nicht durch.

## Entsorgung: Altöl ist Sonderabfall

Altöl, Ölfilter, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel, Batterien und Lösungsmittel sind keine gewöhnlichen Betriebsabfälle. Die Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA) verlangt, dass du vor der Übergabe abklärst, ob es sich um Sonderabfälle handelt, und dass du sie nur Stellen übergibst, die zur Entgegennahme berechtigt sind (Art. 4 VeVA). Bei Mengen über 50 Kilogramm je Abfallcode und Lieferung, das Gebinde eingerechnet, braucht es einen Begleitschein. Für Kleinmengen bis 50 Kilogramm genügt es, dem Entsorgungsunternehmen Name und Adresse oder die Betriebsnummer anzugeben und einen Beleg über die Übergabe mindestens fünf Jahre aufzubewahren (Art. 6 Abs. 2 Bst. a VeVA).

Für die Kalkulation heisst das zweierlei. Erstens kostet die Entsorgung Geld und Zeit, und zwar auch die Verwaltung der Begleitscheine. Zweitens gehört sie als eigene Position auf die Rechnung, mit dem Betrag, den dein Entsorger dir verrechnet. Eine Umweltpauschale ohne Grundlage wird im Gespräch gestrichen, eine Position mit einer Zahl dahinter nicht.

## Ersatzteile sind der zweite Ertrag, nicht der erste

Eine Garage verdient an zwei Dingen: an der Arbeit und an den Teilen. Die Versuchung ist gross, einen tiefen Stundenansatz über die Marge auf den Teilen auszugleichen. Das rächt sich in dem Moment, in dem ein Kunde mit eigenen Teilen kommt oder mit einem Teilepreis aus dem Netz vergleicht. Dann arbeitest du zum Selbstkostensatz. Kalkuliere darum beide Seiten getrennt: den Stundenansatz aus deinen Werkstattkosten, den Teilezuschlag aus Einkauf, Lagerrisiko und Beschaffungsaufwand. Wie Marge und Aufschlag zusammenhängen, steht unter [Marge und Aufschlag](https://kidesk.ch/fragen/unterschied-marge-und-aufschlag), der Rechenweg für den Zuschlag unter [Materialaufschlag kalkulieren](https://kidesk.ch/ratgeber/materialaufschlag-kalkulieren).

## Löhne: prüfe zuerst, ob ein Gesamtarbeitsvertrag gilt

Bevor du mit Lohnzahlen rechnest, klär den Boden ab. Ein allgemeinverbindlich erklärter Gesamtarbeitsvertrag (GAV) bindet auch Unternehmen, die keinem Verband angehören. Im Fahrzeuggewerbe ist die Lage regional unterschiedlich, und das ist der Punkt, an dem die meisten Zahlen aus dem Netz falsch werden.

| Vertrag | Wo er gilt | Allgemeinverbindlich bis |
| --- | --- | --- |
| GAV für das Schweizerische Carrosseriegewerbe | Gesamtschweizerisch; Jura und Berner Jura haben einen eigenen Vertrag | 31.12.2026 |
| GAV für das Autogewerbe «Ostschweiz» | St. Gallen, beide Appenzell, Thurgau | 31.12.2026 |
| CCT des professionnels de l'automobile du Jura et du Jura bernois | Jura und Berner Jura | 31.12.2028 |
| Übrige Kantone, Autogewerbe | Auf Bundesebene steht kein weiterer allgemeinverbindlicher Autogewerbe-GAV auf der Liste. Kantonale Allgemeinverbindlicherklärungen sind möglich | je nach Kanton |

Stand der Liste des SECO am 21.09.2026. Allgemeinverbindlicherklärungen werden regelmässig verlängert oder geändert: Schau in die Liste, bevor du dich darauf verlässt. Die Mindestlöhne selbst stehen hier nicht, weil sie sich mit jeder Vertragsänderung verschieben. Sie stehen im Vertragstext und bei der paritätischen Kommission deiner Branche.

Dazu kommen kantonale Mindestlöhne. 2026 liegen sie im Kanton Genf bei CHF 24.59 und in Basel-Stadt bei CHF 22.20 pro Stunde, jeweils brutto und ohne Ferien- und Feiertagszuschlag. Weitere Kantone und einzelne Städte haben eigene Beträge. Diese Löhne sagen, was du zahlen musst, nicht, was du verlangen darfst.

## Planbare Auslastung: die Fahrzeugprüfung

Ein Teil deiner Auslastung liegt schon heute fest, weil die Prüfintervalle in der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) stehen. Wer aus dem Kundenstamm herausrechnet, welches Fahrzeug im nächsten Jahr aufgeboten wird, füllt damit die ruhigen Wochen und verkauft die Vorbereitung als planbare Arbeit statt als Notfall.

| Fahrzeug | Erste Prüfung | Danach |
| --- | --- | --- |
| Leichte und schwere Personenwagen, Motorräder | nach 5 Jahren, spätestens 6 Jahre nach der ersten Inverkehrsetzung | nach 3 Jahren, danach alle 2 Jahre |
| Lieferwagen, Kleinbusse, Wohnmotorwagen | nach 4 Jahren | nach 3 Jahren, danach alle 2 Jahre |
| Lastwagen über 45 km/h, schwere Sachentransportanhänger | nach 2 Jahren | nach 2 Jahren, danach jährlich |
| Fahrzeuge zum berufsmässigen Personentransport | 1 Jahr nach der ersten Inverkehrsetzung | jährlich |
| Gewerbliche Traktoren, Arbeitsmaschinen | nach 5 Jahren | alle 3 Jahre |

Art. 33 Abs. 2 VTS. Zum Termin aufgeboten wird die Halterin von der Zulassungsbehörde, also vom Strassenverkehrsamt ihres Kantons (Art. 33 Abs. 1 VTS). Massgebend für den Termin ist darum das Aufgebot, nicht der Kalender. Auf Begehren der Halterin kann ein Fahrzeug jederzeit nachgeprüft werden (Art. 33 Abs. 3 VTS).

> Privatkunden vergleichen brutto. CHF 140.00 ohne Mehrwertsteuer sind mit dem Normalsatz von 8.1 Prozent CHF 151.34 pro Stunde. Sag im Preisgespräch dazu, ob die Steuer inbegriffen ist, und rechne intern weiter mit dem Nettosatz.

Ob dein Ansatz gehalten hat, zeigt erst der Vergleich von offerierter und gebrauchter Zeit, Auftrag für Auftrag. Den allgemeinen Rechenweg findest du unter [Stundenansatz für Handwerker](https://kidesk.ch/ratgeber/stundenansatz-handwerker-schweiz), zum Durchspielen eigener Zahlen den [Stundensatz-Rechner](https://kidesk.ch/rechner/stundensatz-rechner), und das Vorgehen beim Nachrechnen unter [Nachkalkulation](https://kidesk.ch/ratgeber/nachkalkulation-auftrag).

## So macht es KIDESK

Den Verrechnungssatz hinterlegst du in KIDESK je Mitarbeiter, den internen Kostensatz getrennt davon. Der Kostensatz ist nur für Inhaber und Administration sichtbar und landet auf keinem Beleg. Beim Verrechnen löst KIDESK den Satz in dieser Reihenfolge auf: Kondition des Kunden, Satz der Person, Satz der Katalogleistung, Satz des Betriebs. Stunden trägst du mit von und bis ein, eine angebrochene Viertelstunde wird überall gleich aufgerundet. Ersatzteile führst du im Katalog mit Lagerort, Bestand und Mindestmenge, die Einkaufspreise und die Marge sehen nur Inhaber, Administration und Buchhaltung. Arbeitswerte kennt KIDESK nicht als eigene Grösse: Wer so abrechnet, legt den Arbeitswert als Katalogposition mit seinem eigenen Satz an. Deine Betriebskosten kennt KIDESK nicht, die stehen in deiner Buchhaltung.

- [Katalog in KIDESK](https://kidesk.ch/funktionen/katalog)
- [Aufträge und Stunden in KIDESK](https://kidesk.ch/funktionen/auftraege)

## Häufige Fragen

### Was ist ein Arbeitswert?

Ein Arbeitswert ist eine Zeiteinheit aus der Vorgabezeittabelle eines Fahrzeugherstellers. Statt Stunden verrechnest du die Zahl der Arbeitswerte, die der Hersteller für eine Arbeit vorsieht. Wie viele Arbeitswerte auf eine Stunde gehen, ist je Marke verschieden und steht in den Unterlagen des Herstellers. Deinen Satz je Arbeitswert rechnest du aus deinem Stundenansatz.

### Wie viele Stunden kann ein Mechaniker im Jahr verrechnen?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, und übernommene Richtwerte führen in die Irre. Miss stattdessen drei Zahlen über ein Jahr: bezahlte Präsenzzeit, auf Aufträge gestempelte Zeit und Zeit auf den Rechnungen. Aus dem Verhältnis dieser drei Zahlen siehst du, ob dein Problem beim Ablauf oder bei den Vorgabezeiten liegt.

### Soll ich für die Arbeit eines Lernenden weniger verlangen?

Das ist eine Entscheidung, keine Vorschrift. Wer mehrere Sätze führt, bildet den Unterschied sauber ab und verliert keinen Deckungsbeitrag an der Chefstunde. Wichtig ist nur, dass die Arbeit eines Lernenden nicht unbeaufsichtigt zum vollen Satz verrechnet wird und dass die Aufsichtszeit des Ausbildners irgendwo gedeckt ist.

### Wie verrechne ich die Fehlersuche?

Als eigene Position mit Zeit, nicht als Zugabe zur Reparatur. Die Diagnose ist die Leistung, für die du Geräte, Lizenzen und Schulung bezahlst, und sie fällt auch dann an, wenn am Ende nichts repariert wird. Vereinbare den Aufwand vorher mit dem Kunden, zum Beispiel als Pauschale für die erste Stunde und danach nach Aufwand.

### Gilt für meine Garage ein Gesamtarbeitsvertrag?

Das hängt von der Tätigkeit und vom Kanton ab. Der GAV für das Carrosseriegewerbe ist gesamtschweizerisch allgemeinverbindlich erklärt, beim Autogewerbe gibt es auf Bundesebene nur regionale Verträge für die Ostschweiz sowie Jura und Berner Jura. Dazu können kantonale Allgemeinverbindlicherklärungen kommen. Prüf die Liste des SECO und die kantonale Liste, bevor du Löhne festlegst.

## Quellen

- [Verordnung über den Verkehr mit Abfällen (VeVA), Art. 4 und 6: Sonderabfälle und Begleitscheinpflicht](https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2005/551/de#art_6)
- [Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS), Art. 33: periodische Prüfungspflicht](https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1995/4425_4425_4425/de#art_33)
- [SECO: Allgemeinverbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge des Bundes](https://www.seco.admin.ch/de/gesamtarbeitsvertraege-bund)
- [KMU-Portal: Gesamtarbeitsverträge - Kantone](https://www.kmu.admin.ch/de/gesamtarbeitsvertraege-kantone)
- [Kanton Genf: Mindestlohn 2026, CHF 24.59 pro Stunde](https://www.ge.ch/actualite/salaire-minimum-genevois-2026-etablira-2459-fr-heure-1-10-2025)
- [Kanton Basel-Stadt: Fragen zum kantonalen Mindestlohn](https://www.bs.ch/wsu/awa/arbeitsbeziehungen/loehne/mindestlohn/haeufige-fragen-zum-kantonalen-mindestlohn-faq)
- [SECO, KMU-Portal: Betriebskalkulation und Deckungsbeitrag](https://www.kmu.admin.ch/de/betriebskalkulation-und-deckungsbeitrag)
- [ESTV: Mehrwertsteuersätze in der Schweiz](https://www.estv.admin.ch/de/mwst-steuersaetze-schweiz)

Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
