# Der Stundensatz im Schreinergewerbe: zwei Sätze statt einem.

Quelle: https://kidesk.ch/ratgeber/stundensatz-schreiner · Ratgeber · Thema: Kalkulation und Preise · Stand: 2026-09-21 · Herausgeber: KIDESK, Büro-Software für Schweizer Unternehmen

**Kurz gesagt:** Rechne zwei Sätze. Der **gemeinsame Teil** sind Löhne, Sozialkosten und Verwaltung, geteilt durch alle verrechenbaren Stunden. Dazu kommt auf die Werkstattstunde der Block aus Raum, Maschinen, Absaugung und Werkzeug, auf die Montagestunde der Block aus Fahrzeugen. Im Beispiel unten ergibt das **CHF 95.00 für die Werkstattstunde und CHF 81.00 für die Montagestunde**, beides ohne Mehrwertsteuer. Holz, Platten und Beschläge bleiben draussen und kommen mit eigenem Aufschlag auf die Offerte, samt Verschnitt. Die Regieansätze des VSSM sind nach dessen eigenen Worten «Richtwerte» und «schweizerische Mittelwerte», kein Ersatz für deine Rechnung.

## Warum ein Satz in der Schreinerei zu wenig ist

Eine Stunde an der Kehlmaschine und eine Stunde beim Einpassen einer Küche in der vierten Etage kosten den Betrieb nicht dasselbe. Die Werkstattstunde trägt das Gebäude, die Maschinen, die Absaugung und den Strom. Die Montagestunde trägt das Fahrzeug, das Material auf dem Wagen und die Zeit, in der niemand sägt. Wer beides über denselben Ansatz verrechnet, macht zwei Fehler gleichzeitig: Reine Montagearbeiten werden zu teuer, und die eigene Fertigung finanziert fremde Baustellen.

Den allgemeinen Rechenweg für jedes Gewerk findest du unter [Stundenansatz für Handwerker](https://kidesk.ch/ratgeber/stundenansatz-handwerker-schweiz). Diese Seite geht denselben Weg mit den Zahlen einer Schreinerei und teilt das Ergebnis dort auf, wo es sich in diesem Gewerk wirklich teilt.

## Schritt 1: die Kosten trennen

Nimm den Gesamtaufwand des letzten Geschäftsjahres und zieh zwei Blöcke ab, die du separat verrechnest: das Material mit eigenem Aufschlag und die Fremdleistungen, also Glas, Steinabdeckungen, Beschläge nach Mass oder das Lackieren auswärts. Was übrig bleibt, muss deine Arbeitsstunde decken. Diesen Rest teilst du in drei Teile: den Werkstattblock, den Fahrzeugblock und alles, was beide betrifft.

**Schreinerei mit Inhaber, drei Schreinern und einem Lernenden**

| Posten | Wert |
| --- | --- |
| Gesamtaufwand letztes Geschäftsjahr | CHF 720'000.00 |
| ./. Holz, Platten, Beschläge, Oberflächenmaterial | CHF 185'000.00 |
| ./. Fremdleistungen: Glas, Steinabdeckungen, Lackieren auswärts | CHF 55'000.00 |
| Kosten, die die Arbeitsstunde decken muss | CHF 480'000.00 |
| Davon Werkstatt: Raum, Maschinen, Absaugung, Werkzeug, Energie | CHF 96'000.00 |
| Davon Montage: zwei Fahrzeuge samt Betrieb | CHF 34'000.00 |
| Gemeinsam: Löhne, Sozialkosten, Verwaltung, Versicherungen | CHF 350'000.00 |
| Verrechenbar: 3 Schreiner à 1'450 h, Lernender 900 h, Inhaber 650 h | 5'900 h |
| Davon in der Werkstatt, 60 Prozent | 3'540 h |
| Gemeinsamer Anteil: 350'000.00 geteilt durch 5'900 | CHF 59.32 |
| Werkstattanteil: 96'000.00 geteilt durch 3'540 | CHF 27.12 |
| Kostensatz Werkstattstunde | CHF 86.44 |
| Gewinn- und Risikozuschlag 10 Prozent | CHF 8.64 |
| **Werkstattstunde ohne Mehrwertsteuer, gerundet** | **CHF 95.00** |

Die 1'450 verrechenbaren Stunden je Schreiner liegen deutlich unter der Anwesenheit. Rüsten und Aufräumen, Maschinen einrichten und warten, Späne entsorgen, Material holen, Aufmass beim Kunden, Garantiearbeit: alles Arbeit, aber kein Umsatz. Beim Lernenden ist die Zahl tiefer, weil Schule und Anleitung dazukommen, beim Inhaber noch tiefer, weil Offerten, Planung, Einkauf und Baustellenbesuche Zeit brauchen. Im Beispiel steckt sein Lohn im Personalaufwand, wie bei einer GmbH. Bei einer Einzelfirma rechnest du den Betrag dazu, den du zum Leben brauchst, samt AHV und Vorsorge, sonst kalkulierst du dich zum Nulltarif ein.

**Derselbe Betrieb: die Montagestunde**

| Posten | Wert |
| --- | --- |
| Gemeinsamer Anteil wie oben | CHF 59.32 |
| Montagestunden im Jahr, 40 Prozent von 5'900 h | 2'360 h |
| Montageanteil: 34'000.00 geteilt durch 2'360 | CHF 14.41 |
| Kostensatz Montagestunde | CHF 73.73 |
| Gewinn- und Risikozuschlag 10 Prozent | CHF 7.37 |
| **Montagestunde ohne Mehrwertsteuer, gerundet** | **CHF 81.00** |

Die Probe geht auf: 3'540 Stunden zu CHF 86.44 plus 2'360 Stunden zu CHF 73.73 ergeben CHF 480'000.40, also die Kosten von oben, bis auf vierzig Rappen Rundung. Dass die Montagestunde hier günstiger ist als die Werkstattstunde, liegt allein daran, dass der Werkstattblock grösser ist als der Fahrzeugblock. In einem Betrieb mit grosser Baustellenquote kehrt sich das um, wie die nächste Tabelle zeigt. Entscheidend ist nicht, welcher Satz höher ist, sondern dass jede Stunde die Kosten trägt, die sie auslöst.

| Anteil Werkstattstunden | Kostensatz Werkstatt | Kostensatz Montage |
| --- | --- | --- |
| 50 % | CHF 91.86 | CHF 70.85 |
| 60 % | CHF 86.44 | CHF 73.73 |
| 70 % | CHF 82.56 | CHF 78.53 |
| 80 % | CHF 79.66 | CHF 88.13 |

Immer dieselben CHF 480'000.00 Kosten und dieselben 5'900 Stunden. Je mehr Zeit in der Werkstatt liegt, desto weniger Stunden tragen die Fahrzeuge und desto teurer wird die Montagestunde. Welches Verhältnis bei dir gilt, steht in deiner Zeiterfassung und in keiner Tabelle.

> Die Fahrzeit zur Baustelle muss genau einmal vorkommen. Entweder zählst du sie zu den verrechenbaren Stunden, dann steht sie im Nenner und wird verrechnet. Oder du verrechnest sie nicht, dann sinkt die Zahl der verrechenbaren Stunden und der Satz steigt. Beides gleichzeitig ist doppelt kassiert, siehe [Fahrzeit und Anfahrt verrechnen](https://kidesk.ch/ratgeber/fahrzeit-und-anfahrt-verrechnen).

## Die Regieansätze des VSSM sind Richtwerte, keine Preisliste

Der Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten veröffentlicht jedes Jahr [Regieansätze für Schreiner- und Innenausbauarbeiten](https://www.vssm.ch/de/dienstleistungen/betriebswirtschaft/regieansaetze). Der Verband bezeichnet sie selbst als «Richtwerte» und hält fest, dass die eingesetzten Prozentsätze für Sozialkosten, Fertigungsgemeinkosten, Maschinenkosten sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten «allgemeine Durchschnittswerte» sind und die errechneten Ansätze «als schweizerische Mittelwerte» gelten. Und er schreibt dazu: «Allgemein gültige Regieansätze können diese Eigenheiten nicht berücksichtigen.» In einzelnen Gebieten bestimmen die Sektionen eigene Ansätze.

Für dich heisst das zweierlei. Erstens: Die Zahlen sind nützlich, wenn du prüfen willst, ob dein Satz weit neben dem Mittel liegt. Liegt er darunter, such den Grund in deiner eigenen Rechnung, nicht im Markt. Zweitens: Ein Verband darf Preise nicht vorschreiben, und ein Richtwert ist keine Abmachung. Was du verlangst, steht in deiner Offerte. Hier stehen deshalb keine Franken aus der Broschüre, sondern der Rechenweg zu deiner eigenen Zahl.

## Material: der Verschnitt ist keine Nebensache

Ein Malerbetrieb verrechnet die Farbe, die an die Wand kommt. Eine Schreinerei kauft Platten und verrechnet oft nur die Teile, die daraus entstehen. Der Unterschied ist der Verschnitt, und bei Plattenmaterial ist er selten klein. Rechne ihn auf der Materialseite, nie über den Stundensatz: Sonst wird der Auftrag mit wenig Material zu teuer und der mit viel Material zu billig.

**Küchenkorpusse: Nettofläche gegen eingekaufte Fläche**

| Posten | Wert |
| --- | --- |
| Nettofläche aller Korpusteile laut Zuschnittliste | 18.400 m2 |
| Plattenformat: 2.80 mal 2.07 Meter | 5.796 m2 |
| Platten laut Zuschnittplan | 4 Stück |
| Eingekaufte Fläche: 4 mal 5.796 | 23.184 m2 |
| Verschnitt: 23.184 minus 18.400 | 4.784 m2 |
| Plattenpreis je Quadratmeter ohne Mehrwertsteuer (Annahme) | CHF 62.00 |
| Einkauf: 23.184 mal 62.00 | CHF 1'437.41 |
| Verrechnet nach Nettofläche: 18.400 mal 62.00 | CHF 1'140.80 |
| **Differenz, die niemand bezahlt** | **CHF 296.61** |

Die 4.784 Quadratmeter Verschnitt sind 20.6 Prozent der eingekauften Fläche. Auf die Nettofläche gerechnet ist das ein Aufschlag von 26.0 Prozent, bevor überhaupt ein Rappen Marge dazukommt. Zwei Wege führen aus der Falle: Entweder du verrechnest die eingekaufte Fläche und sagst das in der Offerte, oder du schlägst einen Verschnittsatz auf die Nettofläche. Wie hoch dieser Satz ist, weisst nur du, und er unterscheidet sich zwischen Standardkorpussen und einem Einbau mit schrägen Wänden erheblich. Miss ihn an ein paar abgeschlossenen Aufträgen nach, statt ihn zu schätzen.

- **Beschläge, Bänder, Auszüge, Griffe** verrechnest du mit dem Aufschlag, der Bestellen, Abholen, Lagern und Rücksendungen deckt, siehe [Materialaufschlag kalkulieren](https://kidesk.ch/ratgeber/materialaufschlag-kalkulieren).
- **Kanten, Leim, Schleifmittel, Schrauben** sind Kleinmaterial. Entweder als benannte Pauschale je Auftrag oder als Zuschlag auf das Material, aber nicht unsichtbar im Stundensatz.
- **Restplatten** sind kein Gewinn, solange sie im Regal stehen. Wenn du sie später einsetzt, verrechne sie wie eingekauftes Material.
- **Entsorgung von Spänen und Restholz** ist eine eigene Zeile, mit Menge und Ansatz. Sie gehört zum Werkstattblock, wenn sie laufend anfällt, und auf die Rechnung, wenn ein Auftrag sie auslöst.
- **Fremdleistungen** wie Glas oder Steinabdeckungen schlägst du separat auf. Sie binden Geld und Zeit, tragen aber keine einzige deiner Arbeitsstunden.

## Absaugung und Holzstaub: Pflicht, und sie kostet

Die Suva nennt für Holzstaub einen Grenzwert von 2 mg je Kubikmeter Luft und hält fest: «Der Holzstaub an stationären Holz-Bearbeitungsmaschinen muss abgesaugt werden.» Bei Buche, Eiche und einigen Tropenhölzern ist der Staub krebserzeugend. Für diese Hölzer verlangt die Suva Staubsauger der Staubklasse H statt der sonst geforderten Klasse M und bei staubintensiven Arbeiten eine Atemschutzmaske FFP3 statt FFP2.

Für die Kalkulation heisst das: Absauganlage, Filterwechsel, Entsorgung, Wartung und Schutzausrüstung sind kein Sonderposten, sondern ein fester Teil deines Werkstattblocks. Sie fallen auch in der Woche an, in der niemand sägt. Dazu kommt die Prämie: Unternehmen, die Holz maschinell bearbeiten, sind bei der Suva obligatorisch versichert (UVG Art. 66 Abs. 1 Bst. e). Die Prämie für Berufsunfälle trägt der Betrieb, ihre Höhe hängt von der Risikoklasse ab und steht in deiner Police.

## Löhne und Versicherungen: der Boden, auf dem du rechnest

Bevor du mit Lohnzahlen rechnest, klär ab, welcher Boden gilt. Der Gesamtarbeitsvertrag für das Schreinergewerbe ist allgemeinverbindlich erklärt, die Erklärung gilt nach der Liste des SECO bis zum 31. Dezember 2027. Allgemeinverbindlich heisst: Der Vertrag bindet auch Unternehmen, die keinem Verband angehören. Wichtig ist der räumliche Geltungsbereich: Nach derselben Liste umfasst er ZH, BE ohne den Verwaltungskreis Berner Jura, LU, UR, SZ, OW, NW, GL, ZG, SO, BS, BL, SH, AR, AI, SG, GR, AG, TG und TI. In den übrigen Kantonen, also namentlich in der Westschweiz, gilt die Allgemeinverbindlichkeit nicht; dort kommt es darauf an, ob dein Betrieb dem Verband angehört oder ein anderer Vertrag greift. Mindestlöhne, Zuschläge und Ferienregeln stehen im Vertragstext und bei der paritätischen Kommission. Hier stehen keine Beträge, weil sie sich mit jeder Vertragsänderung verschieben.

| Kostenart | Was gilt | Stand |
| --- | --- | --- |
| AHV, IV, EO | 10.6 Prozent des Lohns, je 5.3 Prozent Betrieb und Mitarbeitende, dazu ein Verwaltungskostenbeitrag der Ausgleichskasse | 2026 |
| Arbeitslosenversicherung | 2.2 Prozent bis CHF 148'200.00 Jahreslohn, je hälftig, darüber keine Beiträge | 2026 |
| Unfallversicherung | Unternehmen, die Holz maschinell bearbeiten, sind bei der Suva versichert (UVG Art. 66 Abs. 1 Bst. e). Die Prämie für Berufsunfälle trägt der Betrieb | je nach Risikoklasse |
| Berufliche Vorsorge | Der Beitrag des Betriebs muss mindestens gleich hoch sein wie die gesamten Beiträge aller Mitarbeitenden (BVG Art. 66 Abs. 1) | je nach Kasse |
| Familienzulagen | Beitrag des Betriebs an die Familienausgleichskasse, Satz je nach Kanton und Kasse | je nach Kanton |
| Kantonaler Mindestlohn | 2026 unter anderem Genf CHF 24.59 und Basel-Stadt CHF 22.20 pro Stunde. Basel-Stadt nimmt Branchen mit einem allgemeinverbindlichen GAV aus | 2026 |

Die Prämien für Unfall und Vorsorge und den Beitragssatz für Familienzulagen nennen dir die Suva, deine Pensionskasse und deine Ausgleichskasse. Frag sie einmal im Jahr ab, statt sie zu schätzen.

## Abschreibung: Steuerregel und Kalkulation sind zweierlei

Für die direkte Bundessteuer nennt das Merkblatt A der Eidgenössischen Steuerverwaltung Normalsätze in Prozent des Buchwertes. Wird stattdessen vom Anschaffungswert abgeschrieben, sind die Sätze um die Hälfte zu reduzieren. Die Kantone kennen eigene Verfahren.

| Anlage | Vom Buchwert | Vom Anschaffungswert |
| --- | --- | --- |
| Fabrik-, Lager- und Werkstattgebäude, Gebäude allein | 8 % | 4 % |
| Werkstatt- und Lagereinrichtungen mit Mobiliarcharakter | 25 % | 12.5 % |
| Apparate und Maschinen zu Produktionszwecken | 30 % | 15 % |
| Motorfahrzeuge aller Art | 40 % | 20 % |
| Datenverarbeitungsanlagen, Hardware und Software | 40 % | 20 % |
| Werkzeuge, Werkgeschirr, Maschinenwerkzeuge, Geräte | 45 % | 22.5 % |

Normalsätze der direkten Bundessteuer nach Merkblatt A. Für die Kalkulation zählt nicht dieser Satz, sondern die Zeit, die du die Maschine wirklich brauchst: Eine Abrichte, die zwanzig Jahre läuft, ist steuerlich längst abgeschrieben und kostet dich trotzdem Platz, Strom, Service und Werkzeug.

> Privatkunden vergleichen brutto. CHF 95.00 ohne Mehrwertsteuer sind mit dem Normalsatz von 8.1 Prozent CHF 102.70 pro Stunde. Von der Steuerpflicht befreit ist, wer im In- und Ausland weniger als CHF 100'000.00 Umsatz aus nicht ausgenommenen Leistungen erzielt (MWSTG Art. 10 Abs. 2 Bst. a). Wer nicht im Register der steuerpflichtigen Personen eingetragen ist, darf auf der Rechnung nicht auf die Steuer hinweisen (MWSTG Art. 27 Abs. 1).

Ob deine beiden Sätze gehalten haben, zeigt erst der Vergleich nach dem Auftrag: erfasste Stunden gegen offerierte, getrennt nach Werkstatt und Montage. Dafür gibt es den Ratgeber zur [Nachkalkulation](https://kidesk.ch/ratgeber/nachkalkulation-auftrag) und zum Durchspielen eigener Zahlen den [Stundensatz-Rechner](https://kidesk.ch/rechner/stundensatz-rechner).

## So macht es KIDESK

In KIDESK hinterlegst du je Mitarbeiter den Verrechnungssatz und den internen Kostensatz. Den Kostensatz sehen nur Inhaber und Administration, er landet auf keinem Beleg. Beim Verrechnen der Stunden gilt der Satz des Kunden vor dem Satz der Person und dieser vor dem Satz des Betriebs. Zwei Sätze für Werkstatt und Montage legst du als zwei Katalogleistungen an. Wiederkehrende Arbeiten hinterlegst du als Paket mit Parametern, Einkaufspreis und Marge je Position sehen nur Inhaber, Administration und Buchhaltung. An jeder Position lässt sich die Menge Zeile für Zeile herleiten, und auf dem PDF steht die Herleitung unter der Position. Nach dem Auftrag zeigt die Nachkalkulation je Position, was offeriert war und was es gekostet hat. Deine Betriebskosten kennt KIDESK nicht: Die stehen in deiner Buchhaltung.

- [KIDESK für Schreinereien](https://kidesk.ch/branchen/schreinerei)
- [Katalog und Pakete](https://kidesk.ch/funktionen/katalog)

## Häufige Fragen

### Was kostet ein Schreiner pro Stunde in der Schweiz?

Eine amtliche oder verbindliche Zahl gibt es nicht, Preise sind frei vereinbart. Verbindlich sind nur Lohnuntergrenzen aus dem allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag für das Schreinergewerbe und aus kantonalen Mindestlohngesetzen. Was du verlangen musst, sagt dir deine eigene Rechnung: Kosten ohne Material und Fremdleistungen, geteilt durch die verrechenbaren Stunden, plus Gewinnzuschlag.

### Sind die Regieansätze des VSSM für mich verbindlich?

Nein. Der Verband bezeichnet sie selbst als Richtwerte und die errechneten Ansätze als schweizerische Mittelwerte, die betriebliche Eigenheiten nicht berücksichtigen können. In einzelnen Gebieten bestimmen die Sektionen eigene Ansätze. Verbindlich ist für dich nur, was in deiner Offerte steht und was der Kunde angenommen hat.

### Soll ich die Maschinenstunde separat verrechnen?

In der Schreinerei ist das selten praktikabel, weil fast jede Werkstattstunde Maschinen berührt. Üblicher ist, die Maschinenkosten über den Werkstattsatz zu tragen, so wie im Beispiel oben. Eine eigene Zeile lohnt sich nur bei einer Anlage, die einzelne Aufträge stark belastet und bei anderen stillsteht, etwa einem Bearbeitungszentrum mit eigener Rüstzeit.

### Wie hoch soll ich den Verschnitt ansetzen?

Nimm keine Faustzahl, sondern miss sie: eingekaufte Fläche eines abgeschlossenen Auftrags geteilt durch die Nettofläche der verbauten Teile. Führ die Werte getrennt nach Art der Arbeit, also Standardkorpusse, Massmöbel, Einbauten in schiefen Räumen. Nach drei bis vier Aufträgen hast du eine Zahl, die du in der Offerte verteidigen kannst.

### Was mache ich mit den Stunden des Lernenden?

Verrechnen darfst du sie, wenn die Arbeit dem Kunden zugute kommt. Sinnvoll ist ein eigener, tieferer Satz, weil die Leistung langsamer und die Begleitung ein Teil deiner unproduktiven Zeit ist. Trag seine Stunden getrennt, sonst sieht jeder Auftrag mit Lernendem in der Nachkalkulation schlechter aus, als er ist.

### Werkstatt und Montage getrennt zu rechnen macht viel Arbeit. Lohnt sich das?

Der Aufwand ist einmalig, wenn deine Zeiterfassung ohnehin nach Auftrag bucht: Du brauchst nur die Unterscheidung Werkstatt oder Baustelle. Der Nutzen zeigt sich bei reinen Montageaufträgen und bei Aufträgen, die fast vollständig in der Werkstatt entstehen, weil du erst dann siehst, welche Art von Arbeit dein Geld verdient.

## Quellen

- [SECO: Allgemeinverbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge des Bundes](https://www.seco.admin.ch/de/gesamtarbeitsvertraege-bund)
- [Suva: Holzstaub, so reduzieren Sie das Gesundheitsrisiko](https://www.suva.ch/de-ch/praevention/nach-branchen/arbeitssicherheit-in-gewerbe-und-industrie/sicherheit-bei-der-holzverarbeitung/holzstaub)
- [Unfallversicherungsgesetz (UVG), Art. 66: Zuständigkeitsbereich der Suva](https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1982/1676_1676_1676/de#art_66)
- [Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG), Art. 66: Aufteilung der Beiträge](https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1983/797_797_797/de#art_66)
- [ESTV: Merkblatt A/1995, Abschreibungen auf dem Anlagevermögen geschäftlicher Unternehmen](https://www.estv.admin.ch/dam/de/sd-web/Qyxr5xBfdWDp/dbst-mb-a-1995-geschbetriebe-de.pdf)
- [AHV/IV: Merkblatt 2.01, Beiträge an die AHV, die IV und die EO, Stand 01.01.2026](https://www.ahv-iv.ch/p/2.01.d)
- [AHV/IV: Merkblatt 2.08, Beiträge an die Arbeitslosenversicherung](https://www.ahv-iv.ch/p/2.08.d)
- [Kanton Basel-Stadt: Fragen zum kantonalen Mindestlohn](https://www.bs.ch/wsu/awa/arbeitsbeziehungen/loehne/mindestlohn/haeufige-fragen-zum-kantonalen-mindestlohn-faq)
- [Kanton Genf: Montant et calcul du salaire minimum](https://www.ge.ch/appliquer-salaire-minimum-genevois/montant-calcul-du-salaire-minimum)
- [VSSM: Regieansätze für Schreiner- und Innenausbauarbeiten](https://www.vssm.ch/de/dienstleistungen/betriebswirtschaft/regieansaetze)
- [Mehrwertsteuergesetz (MWSTG), Art. 10 und Art. 27: Steuerpflicht ab CHF 100'000 und Steuerausweis ohne Eintragung](https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2009/615/de#art_10)
- [SECO, KMU-Portal: Fallbeispiel für die korrekte Preisberechnung](https://www.kmu.admin.ch/de/fallbeispiel-fuer-die-korrekte-preisberechnung)
- [ESTV: Mehrwertsteuersätze in der Schweiz](https://www.estv.admin.ch/de/mwst-steuersaetze-schweiz)

Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
