Anleitung · Ausschreibungen
Ein Leistungsverzeichnis hat schnell zweihundert Positionen. Statt sie abzutippen, lädst du das PDF hoch und lässt die Struktur erkennen. Du prüfst die Kapitel, hältst die Positionen gegen deinen Katalog und erzeugst die Offerte. Die Nummern des Bauherrn bleiben dabei genau so stehen, wie sie in der Ausschreibung stehen.
Unter Offerten findest du «Ausschreibung einlesen». Dort lädst du das Devis oder das Leistungsverzeichnis hoch, so wie du es vom Bauherrn oder vom Planungsbüro bekommen hast. Du musst nichts vorbereiten, kein Blatt entfernen und keine Seiten drehen.
KIDESK analysiert das Seitenlayout und trennt Kapitel, Positionen, Mengen, Einheiten und Texte voneinander. Dokumente nach SIA 451 werden dabei eigens unterstützt. Bricht die Verarbeitung unterwegs ab, ist das bereits Gelesene nicht verloren, du steigst wieder ein, statt von vorne zu beginnen.
Du siehst die erkannte Gliederung, bevor irgendetwas übernommen wird. Kapitel, die dein Gewerk nicht betreffen, lässt du weg. Positionen, bei denen die Erkennung unsicher war, kannst du korrigieren. Dieser Blick ist der wichtigste Schritt der ganzen Anleitung, nimm dir die fünf Minuten.
KIDESK sucht zu jeder Position den passenden Artikel oder die passende Leistung in deinem Katalog und übernimmt deinen Preis. Was es nicht findet, kalkulierst du direkt in der Liste. Was du dabei neu ansetzt, lernt der Katalog für die nächste Ausschreibung dazu. Einkaufspreise und Marge siehst du nur als Inhaberin oder Admin.
Im NPK-Modus steht der Code der Ausschreibung an der Stelle, an der sonst die eigene Nummerierung in Zehnerschritten stünde. Zeilen ohne Code bekommen keine erfundene Laufnummer, sie bleiben nummernlos. Lange Codes brechen innerhalb ihrer Spalte um und laufen nicht in die Bezeichnung hinein. Der Bauherr findet seine Positionen also dort, wo er sie sucht.
Bei eingelesenen Positionen schlägt dir die KI keine eigenen Formulierungen vor, und deine eigenen Bedingungen werden zurückgehalten. Das ist Absicht: Ein Ausschreibungstext ist wörtlich zu übernehmen, sonst offerierst du auf etwas anderes als das Ausgeschriebene. Deine eigenen Texte setzt du bewusst dort ein, wo du sie brauchst.
Mit dem Deckblatt beginnt die Offerte mit einer Zusammenstellung: die Kapitel mit ihren Summen, die Steuer, das Total und die Zahlungsangaben. Die Positionen folgen ab Seite 2, mit einem Zwischentotal je Kapitel. Das ist der Aufbau, den Bauleitungen von den gängigen Bauprogrammen kennen. Du kannst ihn je Beleg setzen oder als Vorgabe für den ganzen Betrieb.
Aus der geprüften Liste entsteht die Offerte im Editor. Von hier an ist es ein normales Dokument: Du kannst Zwischentotale einziehen, Positionen als optional markieren, ein Gültig bis setzen und sie versenden oder zur Unterschrift verlinken. Nimmt der Kunde an, wandelst du sie in einen Auftrag.
Fragen dazu
Das Leistungsverzeichnis oder Devis als PDF, so wie du es bekommen hast. Dokumente nach SIA 451 werden eigens unterstützt. KIDESK schaut sich das Seitenlayout an, deshalb funktionieren auch Ausschreibungen, die als Tabelle gesetzt sind.
Nein. Der Code wird als Positionsnummer übernommen und gedruckt, aber nicht gegen ein Normpositionen-Verzeichnis validiert. Das ist bewusst so: Massgebend ist, was in der Ausschreibung steht, nicht was ein hinterlegter Katalog dazu meint.
Deshalb kommt die Prüfung vor der Übernahme. Du siehst die erkannte Struktur mit Kapiteln, Mengen und Texten und korrigierst, was nicht stimmt. Erst wenn du zufrieden bist, entsteht daraus die Offerte.
Nein. Ein Sprachmodell rechnet keine Flächen. Mengen kommen aus der Ausschreibung oder aus dem Rechner am Mengenfeld, der mit festen Formeln arbeitet und jede Annahme im Herleitungstext offenlegt. Die Zahl bleibt danach editierbar.
Inhaberin, Admin, Disposition und Mitarbeitende. Einkaufspreise und Marge sehen dabei nur Inhaberin und Admin. Buchhaltung und Nur-Lesen haben keinen Zugang und werden auf die Offertenliste geleitet.

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