Begriff

pain.001: die Zahlungsdatei an die Bank.

Kurz gesagt

Die pain.001 ist eine XML-Datei, mit der ein Kunde seiner Bank Überweisungen erteilt. Der offizielle Name lautet «Customer Credit Transfer Initiation». Die Datei läuft von dir zur Bank und kann viele Zahlungen auf einmal enthalten, etwa den Lieferantenlauf am Monatsende. Die Gegenrichtung sind die camt-Meldungen mit deinen Kontoinformationen. Ab dem Standard-Release im November 2026 gilt die Version pain.001.001.09; bis dahin nehmen die Banken auch die alte Version pain.001.001.03 entgegen.

Stand: . Geprüft anhand der unten genannten Quellen.

Wer eine pain.001 überhaupt braucht

Wer seine Rechnungen im E-Banking einzeln erfasst oder den QR-Code scannt, kommt sein Leben lang ohne diese Datei aus. Interessant wird sie erst, wenn du viele Zahlungen auf einmal auslöst: dreissig Lieferantenrechnungen am 25. des Monats, die Löhne, die Spesenauszahlungen. Dann erzeugt dein Programm eine Datei, du lädst sie im E-Banking hoch oder überträgst sie automatisch, und die Bank arbeitet alle Zahlungen ab.

Eine einzelne Meldung darf Zahlungen für alle Zahlungsarten enthalten. Die Schweizer Zahlungsstandards unterscheiden vier davon.

ZahlungsartWofürBesonderheit
D (Inland)Zahlungen in der Schweiz und in LiechtensteinIn Franken über das System SIC und bis November 2027 in Euro über euroSIC, dazu die Variante für Instant-Zahlungen
S (SEPA)Euro-Zahlungen im SEPA-VerfahrenNur in Euro, IBAN zwingend, geteilte Spesenregelung
X (Ausland und Fremdwährung Inland)Alles, was nicht ins SEPA-Verfahren passtAngaben zum Institut des Empfängers nötig, oft über den BIC
C (Bankcheck)Bankcheck und PostcashNur nach Absprache mit dem Institut
Quelle: Business Rules für Zahlungen und Cash Management, Version 3.3 vom 20.02.2026, Kapitel 2.1.2.

Was sich im November 2026 ändert

  • Neue Versionen. Bis zum Standard-Release im November 2026 müssen Banken und Softwarehäuser die alten Meldungsversionen (pain.001.001.03, pain.002.001.03, camt.05x.001.04) neben den neuen annehmen und liefern. Danach gelten pain.001.001.09, pain.002.001.10 und camt.052/053/054.001.08.
  • Adressen strukturiert. Ab November 2026 müssen in Zahlungsaufträgen die Elemente «Town Name» und «Country» immer geliefert und richtig befüllt sein, sobald eine Adresse mitgegeben wird.
  • Was du tun musst: in der Regel nichts ausser aktualisieren. Die Umstellung liegt bei deiner Bank und bei dem Programm, das die Datei erzeugt. Frag dort nach, wenn du die Datei selbst hochlädst.

pain, pain.002 und camt: drei Richtungen

Die Kürzel wirken sperrig, die Logik ist einfach. Mit pain.001 sagst du deiner Bank, was sie zahlen soll. Mit pain.002 quittiert sie: angenommen, geändert oder zurückgewiesen. Mit camt.053 liefert sie dir den Kontoauszug und mit camt.054 die Anzeige einzelner Gutschriften und Belastungen. Für einen Kleinbetrieb zählt fast immer nur die Gegenrichtung: CAMT-Datei rein, Zahlungen den Rechnungen zuordnen, fertig.

Verwechsle die Zahlungsdatei nicht mit der Rechnung. Eine pain.001 ist ein Auftrag an deine Bank und kein Beleg. Für die Buchhaltung zählt weiterhin die Rechnung deines Lieferanten, dazu der Kontoauszug als Nachweis der Zahlung.

So macht es KIDESK

KIDESK erstellt keine pain.001-Dateien und hat keine direkte Verbindung zu deiner Bank. Zahlungsaufträge erteilst du weiterhin in deinem E-Banking. Was KIDESK macht, ist die Gegenrichtung: Du lädst die CAMT-Datei hoch, und KIDESK ordnet die Eingänge den offenen Rechnungen zu, über die Referenz oder als Vorschlag.

Zahlungen in KIDESK Kontoauszug einlesen

Häufige Fragen

Brauche ich eine pain.001, um Rechnungen zu bezahlen?

Nein. Im E-Banking erfasst du jede Zahlung einzeln oder scannst den QR-Einzahlungsschein, das genügt vollkommen. Die Datei lohnt sich erst, wenn du regelmässig viele Zahlungen auf einmal auslöst und sie nicht mehr abtippen willst.

Ist pain.001 dasselbe wie das alte DTA-Format?

Nein, es ist der Nachfolger. DTA und EZAG waren die früheren Schweizer Dateiformate für Zahlungsaufträge. Heute gilt der internationale Standard mit XML-Meldungen, und die Schweizer Besonderheiten stehen in den Swiss Payment Standards.

Was heisst pain.001.001.09?

Die ersten Teile bezeichnen die Meldung, die letzte Zahl die Version. Ab dem Release im November 2026 ist .09 die gültige Version für Überweisungsaufträge, vorher lief .03 parallel weiter. Welche Version deine Bank erwartet, steht in ihrer technischen Beschreibung.

Kann ich mit einer pain.001 auch Löhne zahlen?

Technisch ja. Dafür gibt es eine eigene Kennzeichnung (Code SALA), die zusammen mit der Sammelbuchung und der passenden Anzeigesteuerung zu einer vertraulichen Zahlung führt. Die Datei kommt dann aus dem Lohnprogramm oder von deiner Treuhandstelle, nicht aus der Rechnungssoftware.

Quellen

Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib uns, wir korrigieren ihn.

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