Frage

Wie lange dauert eine Banküberweisung in der Schweiz?

Kurz gesagt

Im Inland gibt es zwei Geschwindigkeiten. Als Instant-Zahlung ist der Betrag in weniger als zehn Sekunden auf deinem Konto, rund um die Uhr, auch am Sonntag. Sonst rechnest du mit einem Bankwerktag: Der Auftrag muss vor dem Annahmeschluss der Bank deines Kunden eintreffen, und Samstag, Sonntag und Feiertage zählen nicht mit. Fällt das gewünschte Ausführungsdatum auf einen Tag ohne Bankbetrieb, rückt das Valutadatum auf den nächstmöglichen Bankwerktag. Zahlungen aus dem Ausland brauchen länger, weil mehrere Institute beteiligt sind.

Stand: . Geprüft anhand der unten genannten Quellen.

Vier Wege, vier Geschwindigkeiten

Wie lange eine Zahlung unterwegs ist, hängt nicht vom Betrag ab, sondern vom Weg, den dein Kunde wählt, und von den Öffnungszeiten der Banken.

WegWie lange es dauertWas es voraussetzt
Instant-Zahlung im InlandWeniger als zehn Sekunden, an 365 Tagen rund um die UhrFranken, Zahlung auf eine IBAN, und die Bank deines Kunden bietet den Versand an
Normale Zahlung im InlandIn der Regel der nächste BankwerktagAuftrag vor dem Annahmeschluss der Bank, Ausführungsdatum an einem Bankwerktag
Dauerauftrag oder eBillWie die normale Zahlung, aber erst am hinterlegten AusführungstagDer Tag steht fest, fällt er auf ein Wochenende, rückt er nach
Zahlung aus dem AuslandIn der Regel mehrere BankwerktageJe nach Währung und beteiligten Instituten, bei Umrechnung zusätzlich ein Kurstag
Die Zeile «Instant-Zahlung» beschreibt die Abwicklung in der Schweiz und in Liechtenstein. Sie ist nur in Franken und nur zugunsten einer IBAN möglich.

Warum der Bankwerktag alles entscheidet

Die Banken wickeln ihre Zahlungen untereinander über das Swiss Interbank Clearing (SIC) ab, das zentrale Schweizer Zahlungssystem. Dort wird laut Schweizerischer Nationalbank jede Zahlung einzeln, «unwiderruflich und endgültig» verrechnet. Die Bremse liegt also nicht im System, sondern davor und danach: beim Annahmeschluss der Bank deines Kunden und bei der Gutschrift auf deinem Konto.

Deshalb steht in den Schweizer Zahlungsstandards zum gewünschten Ausführungsdatum eines Auftrags ausdrücklich die «allfällige automatische Anpassung des Valutadatums auf nächstmöglichen Bankwerktag». Erteilt dein Kunde eine normale Zahlung am Freitagabend, passiert bis Montag nichts, und auf deinem Konto erscheint die Gutschrift am Montag oder Dienstag. Zwischen dem Tag, an dem die Bank bucht, und dem Tag, ab dem das Geld zinsmässig zählt, kann nochmals ein Tag liegen: Das ist der Unterschied zwischen Buchungsdatum und Valuta.

Instant-Zahlungen: wer sie schon kann

Seit dem 17. November 2023 läuft die Plattform SIC5, über die Instant-Zahlungen abgewickelt werden. Seit August 2024 müssen die grössten Finanzinstitute solche Zahlungen empfangen können, bis Ende 2026 alle Institute im Schweizer Kundenzahlungsverkehr. Das Senden ist damit nicht garantiert: Ob dein Kunde eine Instant-Zahlung auslösen kann und bis zu welchem Betrag, entscheidet seine Bank. Was du als Empfängerin tun kannst, ist wenig: Erzwingen lässt sich die schnelle Variante nicht, sie ist der Entscheid des Zahlers. Mehr dazu steht unter Instant-Zahlungen in der Schweiz.

Warum eine Zahlung länger unterwegs ist

  • Wochenende und Feiertage. Welche Kalendertage im Zahlungssystem als Valutatag zählen, legen die Bankengremien mit SIX für die ganze Schweiz fest, nicht der Kanton. 2026 sind Karfreitag (3. April) und Ostermontag (6. April) keine Valutatage: Ein Auftrag vom Karfreitag wird frühestens am Dienstag danach verrechnet. Heilig Abend und Silvester sind dagegen Valutatage.
  • Annahmeschluss verpasst. Jede Bank setzt eine Uhrzeit, bis zu der ein Auftrag noch am selben Tag geht. Danach zählt der nächste Bankwerktag.
  • Ausführungsdatum in der Zukunft. Viele Kunden erfassen die Zahlung sofort, setzen als Ausführungsdatum aber den letzten Tag der Frist. Dann liegt sie zwei Wochen im E-Banking und du siehst nichts.
  • Zahlung aus dem Ausland. Hier sind zwei oder mehr Institute beteiligt. Dazu kommen Spesen, die vom Betrag abgezogen werden können, wenn die Spesenregelung nicht stimmt: Wer zahlt die Bankspesen?
  • Fremdwährung. Muss umgerechnet werden, kommt ein Schritt dazu, und der Betrag auf deinem Konto weicht vom Rechnungsbetrag ab.
  • Rückfragen der Bank. Ungewöhnlich hohe Beträge oder unvollständige Empfängerangaben führen zu einer Prüfung.

Das Geld ist nicht da: vier Schritte

  1. Den eigenen Kontoauszug genau lesen

    Suche nicht nach dem Namen des Kunden, sondern nach dem Betrag und nach deiner Referenz. Zahlungen ohne Referenz erscheinen oft unter einem fremden Namen, etwa dem der Ehefrau oder der Liegenschaftsverwaltung.

  2. Beim Kunden nach dem Ausführungsdatum fragen

    Nicht «haben Sie bezahlt», sondern «auf welches Datum haben Sie die Zahlung gestellt». Das ist die einzige Frage, die weiterhilft, und sie klingt nicht nach Mahnung.

  3. Den Beleg verlangen

    Im E-Banking gibt es zu jeder ausgeführten Zahlung eine Bestätigung mit Datum, Betrag und Empfängerkonto. Darauf siehst du sofort, ob die Zahlung auf eine falsche IBAN ging.

  4. Erst dann mahnen

    Ist die Frist abgelaufen und der Beleg fehlt, schreibst du die Zahlungserinnerung. Wann dein Kunde in Verzug gerät und ab wann Zins läuft, steht unter Zahlungsfrist und Fälligkeit.

Achtung: Setz deine Mahnfrist nie auf den Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist. Zwischen dem Auftrag deines Kunden und der Gutschrift bei dir liegt mindestens ein Bankwerktag, über ein Wochenende auch drei. Zwei bis drei Tage Luft ersparen dir Mahnungen an Leute, die längst bezahlt haben.

So macht es KIDESK

KIDESK hat keine direkte Verbindung zu deiner Bank. Du lädst die CAMT-Datei aus dem E-Banking hoch, und KIDESK ordnet die Zahlungen den offenen Rechnungen zu, automatisch über die Referenz oder als Vorschlag zum Bestätigen. In der Rechnungsliste siehst du danach, was offen ist und seit wann. Hat dein Kunde bar, mit Karte oder mit TWINT bezahlt, erfasst du den Eingang von Hand über «Zahlungseingang erfassen».

Zahlungen in KIDESK Kontoauszug einlesen

Häufige Fragen

Gilt eine Zahlung als rechtzeitig, wenn der Kunde am letzten Tag den Auftrag erteilt?

Das hängt davon ab, was ihr abgemacht habt, und genau das steht selten in den Zahlungsbedingungen. Wer Streit vermeiden will, schreibt nicht «zahlbar innert 30 Tagen», sondern «zahlbar innert 30 Tagen, Gutschrift auf unserem Konto». Dann ist klar, welcher Tag zählt.

Werden Zahlungen am Samstag ausgeführt?

Als Instant-Zahlung ja, die läuft an 365 Tagen rund um die Uhr. Eine normale Zahlung wird am nächsten Bankwerktag verrechnet, das Valutadatum rückt dabei nach. Ein Dauerauftrag auf den Ersten kommt darum je nach Monat später an: 2026 fallen der 1. Februar und der 1. März auf einen Sonntag.

Kann mein Kunde eine ausgeführte Zahlung zurückholen?

Nicht über das Zahlungssystem. Im Swiss Interbank Clearing wird jede Zahlung einzeln, unwiderruflich und endgültig abgewickelt; danach kann seine Bank bei deiner Bank nur um Rückerstattung bitten. Hat er zu viel oder an die falsche Firma gezahlt, muss das Geld trotzdem zurück: Wer ungerechtfertigt bereichert ist, hat die Bereicherung zurückzuerstatten (OR Art. 62). Anders ist es beim Lastschriftverfahren LSV+, dort hat der Zahler ein eigenes Widerspruchsrecht.

Sehe ich es sofort, wenn eine Instant-Zahlung eingeht?

Sichtbar ist sie in deinem E-Banking sofort. In deiner Software erscheint sie erst, wenn du die Kontodatei einliest, denn diese Datei stellt die Bank bereit, wenn du sie abholst. Wie oft du das tust, ist deine Entscheidung: Zahlungseingänge abgleichen.

Wie lange dauert eine Zahlung in Euro ins Ausland?

Länger als im Inland und ohne feste Regel. Läuft sie als SEPA-Zahlung, verlangt das Verfahren die IBAN und die geteilte Spesenregelung. Kommt die Zahlung nicht in den SEPA-Rahmen, geht sie über Korrespondenzbanken, und jede davon kostet Zeit und Spesen.

Quellen

Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib uns, wir korrigieren ihn.

Alles erledigt, als Illustration im Markengrün

Oder du lässt das ab jetzt KIDESK erledigen.

Offerten, Rechnungen mit QR-Einzahlungsschein und Mahnungen kommen aus KIDESK fertig formuliert und gerechnet heraus. Die ersten 14 Tage kosten nichts und du musst keine Kreditkarte hinterlegen.