Begriff

Dauerauftrag: immer gleich viel, immer am gleichen Tag.

Kurz gesagt

Ein Dauerauftrag ist eine stehende Anweisung des Zahlers an seine Bank. Die Nationalbank beschreibt ihn so: Er wird vom zahlungspflichtigen Endkunden erteilt, «wenn der Endkunde möchte, dass regelmässig eine bestimmte Zahlung an einen bestimmten Empfänger überwiesen wird». Betrag, Empfänger und Rhythmus stehen fest, bis der Zahler sie ändert. Für dich als Rechnungsstellerin heisst das: Du kannst den Betrag nicht anpassen und nicht anstossen, und bei einer Preiserhöhung zahlt dein Kunde weiter den alten Betrag, bis er selbst handelt.

Stand: . Geprüft anhand der unten genannten Quellen.

Wer bei welchem Verfahren am Drücker ist

Der Dauerauftrag ist das einzige der vier gängigen Verfahren, bei dem der Zahler alles in der Hand hat. Das macht ihn beliebt bei Kunden und unbequem für den, der die Rechnung stellt.

VerfahrenWer löst die Zahlung ausWer ändert den Betrag
DauerauftragDie Bank des Kunden, nach seiner AnweisungNur der Kunde
Lastschrift (LSV+)Du als Rechnungsstellerin, gestützt auf eine BelastungsermächtigungDu, im Rahmen der Ermächtigung
eBillDer Kunde, mit einem Klick im E-BankingDu, mit jeder neuen Rechnung
QR-RechnungDer Kunde, nach Erhalt der RechnungDu, mit jeder neuen Rechnung
LSV+ und Business Direct Debit werden per 30. September 2028 eingestellt. Wer heute auf Lastschrift setzt, plant den Wechsel jetzt.

Die drei Stolpersteine im Alltag

  • Die Preiserhöhung kommt nicht an. Du schreibst im November, dass die Monatspauschale ab Januar CHF 1'350.00 statt CHF 1'250.00 beträgt. Der Dauerauftrag überweist weiter CHF 1'250.00, und du hast jeden Monat eine Differenz von CHF 100.00 offen. Schreib in den Brief darum fett, dass der Dauerauftrag angepasst werden muss, und nenne den neuen Betrag: Preiserhöhung mitteilen.
  • Die Zahlung kommt ohne Referenz. Viele Kunden erfassen den Dauerauftrag mit der IBAN und ohne deine Nummer. In deinem Kontoauszug steht dann ein Betrag ohne Bezug zu einer Rechnung, und die Zuordnung wird Handarbeit.
  • Er läuft weiter, wenn der Vertrag endet. Nach der Kündigung vergessen Kunden den Auftrag oft. Das Geld kommt trotzdem, und du musst es zurückzahlen. Eine Überzahlung gehört als Guthaben erfasst, nicht als Umsatz.

So machst du den Dauerauftrag brauchbar

  • Nenne die Referenz im Anschreiben. «Bitte erfassen Sie als Mitteilung: Vertrag 2026-0142.» Dann steht sie in jeder Gutschrift, und du findest die Zahlung im Kontoauszug wieder.
  • Nimm einen Tag mitten im Monat. Der Erste und der Letzte fallen oft auf ein Wochenende. Die Zahlungsstandards sehen für das Valutadatum die Anpassung auf den nächstmöglichen Bankwerktag vor; wann genau deine Bank ausführt, steht in ihren Bedingungen.
  • Schick die Rechnung trotzdem. Der Dauerauftrag ersetzt keinen Beleg. Für deine Buchhaltung brauchst du zu jeder Einnahme einen Beleg, auch wenn das Geld von allein kommt.
  • Prüf einmal im Quartal. Vergleiche die Liste der laufenden Verträge mit den Eingängen. Fehlende und überzählige Daueraufträge fallen sonst erst beim Jahresabschluss auf.
Für Kundinnen und Kunden, die bisher per Lastschrift gezahlt haben, ist der Dauerauftrag eine der Alternativen, die SIX nennt, neben eBill, der QR-Rechnung und dem einzelnen Zahlungsauftrag. Bei gleichbleibenden Beträgen ist er die einfachste. Bei schwankenden Beträgen, etwa nach Aufwand, taugt er nicht.

So macht es KIDESK

Wiederkehrende Rechnungen legst du in KIDESK einmal an, und sie gehen im gewählten Rhythmus raus, auch wenn dein Kunde per Dauerauftrag zahlt. Kommt der Betrag ohne Referenz, schlägt dir KIDESK beim Einlesen der Kontodatei die passende offene Rechnung vor, und du bestätigst sie. Zahlt jemand zu viel, erfasst du den Überschuss als Guthaben statt als Umsatz.

Rechnungen in KIDESK Zahlungen in KIDESK

Häufige Fragen

Kann ich als Rechnungsstellerin einen Dauerauftrag einrichten?

Nein. Der Auftrag wird von der zahlenden Person bei ihrer eigenen Bank erteilt, du hast keinen Zugriff darauf. Was du tun kannst, ist es ihr leicht zu machen: Betrag, IBAN, Referenz und Rhythmus in einem kurzen Schreiben, zum Abtippen ins E-Banking.

Was passiert, wenn das Konto meines Kunden nicht gedeckt ist?

Dann führt die Bank den Auftrag nicht aus und versucht es je nach Reglement später nochmals oder gar nicht. Eine Meldung bekommst du nicht. Du siehst nur, dass der erwartete Eingang fehlt, und musst selbst nachfassen.

Ist ein Dauerauftrag dasselbe wie ein Abo?

Nein. Das Abo ist die Abmachung zwischen euch, der Dauerauftrag nur die Art, wie dein Kunde zahlt. Endet das Abo, endet der Dauerauftrag nicht automatisch, und umgekehrt bleibt die Forderung bestehen, wenn er den Auftrag löscht.

Lohnt sich eBill statt Dauerauftrag?

Wenn deine Beträge schwanken, ja. Bei eBill bestimmst du den Betrag mit jeder Rechnung, dein Kunde gibt sie im E-Banking frei, und deine Referenz ist immer dabei. Was der Anschluss verlangt, steht unter eBill für KMU.

Quellen

Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib uns, wir korrigieren ihn.

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