Begriff

TWINT: bezahlen mit dem Handy.

Kurz gesagt

TWINT ist eine Schweizer Bezahl-App, mit der Privatpersonen per Smartphone zahlen: an der Kasse, im Online-Shop, unter Freunden und über QR-Codes. Unternehmen wird sie von der TWINT AG, die laut eigenen Angaben «den grössten Schweizer Banken» sowie SIX und Worldline gehört. Für dich als Betrieb ist TWINT ein Zahlungskanal neben der Rechnung, kein Ersatz dafür. Geld empfängst du über die Händlerprodukte, und das gilt auch für die Rechnung: Damit dein Kunde sie mit der App bezahlen kann, muss dein Rechnungsprogramm bei TWINT angebunden sein. Ein Geschäftskonto lässt sich mit der App nicht verbinden.

Stand: . Geprüft anhand der unten genannten Quellen.

Wer dahintersteht und wie verbreitet TWINT ist

TWINT wurde im September 2016 gegründet. Auf der eigenen Website nennt das Unternehmen (abgerufen am 21. September 2026) mehr als sechs Millionen Nutzerinnen und Nutzer, 901 Millionen Transaktionen im Jahr 2025 und eine Akzeptanz von mehr als 81 Prozent der stationären Geschäfte und mehr als 84 Prozent der Online-Shops in der Schweiz. Drei Viertel der Transaktionen sind laut TWINT kommerziell, ein Viertel privat.

Für einen Kleinbetrieb heisst das vor allem: Die App ist bei deiner Kundschaft schon auf dem Handy. Ob du sie nutzen willst, ist eine Frage der Kosten und des Aufwands, nicht der Verbreitung.

Die private App und die Geschäftsseite sind zwei Dinge

Hier liegt der Punkt, der im Alltag am meisten Verwirrung stiftet. TWINT hält in den eigenen Fragen und Antworten fest: «Ein Geschäftskonto bei einer Bank kann nicht mit einer TWINT App verbunden werden.» Die App, mit der dein Kunde zahlt, hängt an seinem Privatkonto. Als Betrieb empfängst du Zahlungen über die Händlerseite, für die es ein eigenes Portal und eine eigene App gibt.

RolleWas verbunden wirdWas damit geht
PrivatpersonDie App der eigenen Bank, verknüpft mit dem PrivatkontoZahlen, Geld senden, QR-Codes und QR-Rechnungen scannen
Betrieb, vor Ort und im ShopEin Händlerkonto bei TWINTZahlungen empfangen und im TWINT Business Portal verfolgen
Betrieb, RechnungenDas Produkt «TWINT Rechnung», angebunden über deine RechnungssoftwareDein Kunde scannt den Swiss QR-Code mit der App. Du wirst laut TWINT sofort benachrichtigt, der Betrag kommt 1 bis 2 Tage später
Welche Händlerprodukte es gibt und wann sich welches lohnt, steht unter «TWINT im Betrieb annehmen». Was sie kosten, schreibt TWINT nicht auf seine Website. Angaben von twint.ch, abgerufen am 21.09.2026.

Was TWINT für deine Buchhaltung bedeutet

  • Der Beleg bleibt Pflicht. Wie dein Kunde zahlt, ändert nichts am Entgelt, am Steuersatz und an deiner Aufzeichnungspflicht. Zu jeder Einnahme gehört eine Rechnung oder eine Quittung.
  • Das Geld kommt von TWINT, nicht von deinem Kunden. Bei «TWINT Rechnung» bekommst du laut TWINT sofort eine Benachrichtigung, und der Betrag wird «1 bis 2 Tage später» deinem Konto gutgeschrieben. Im Kontoauszug steht darum nicht der Name deines Kunden.
  • Ohne Anbindung ist dieser Weg nicht offen. Rechnungssteller mit weniger als 10'000 Rechnungen verweist TWINT an den Anbieter ihrer Rechnungssoftware, ab 10'000 im Monat auf eine eigene Web-Schnittstelle.
  • Erfasse Zahlungen beim Kassieren. Sonst bleibt die Rechnung im System offen und landet im Mahnlauf, obwohl das Geld längst da ist.
TWINT ist nicht dasselbe wie eine Instant-Zahlung. Die Instant-Zahlung ist eine Überweisung zwischen zwei Bankkonten über das Schweizer Zahlungssystem. TWINT ist ein eigenes Verfahren mit eigenen Bedingungen und eigenem Auszahlungsrhythmus.

So macht es KIDESK

KIDESK hat keine Anbindung an TWINT: keinen Bezahlknopf, keinen Zahlungslink auf der Rechnung. Was es gibt, ist die Zahlart TWINT beim Erfassen eines Zahlungseingangs. Kassierst du vor Ort, buchst du die Rechnung als bezahlt und wählst dabei bar, Karte oder TWINT.

Zahlungen in KIDESK TWINT im Betrieb annehmen

Häufige Fragen

Kann mein Kunde jede QR-Rechnung mit TWINT bezahlen?

Nur wenn du bei TWINT angebunden bist. TWINT schreibt, Rechnungen mit Swiss QR-Code oder TWINT QR-Code könnten mit der App bezahlt werden, und verweist Rechnungssteller dafür an den Anbieter ihrer Rechnungssoftware. Für einen QR-Code-Sticker oder ein Terminal brauchst du ein Händlerkonto.

Warum kann ich mein Geschäftskonto nicht in der App hinterlegen?

Weil die App für Privatkonten gedacht ist. TWINT schreibt, ein Geschäftskonto bei einer Bank könne nicht mit einer TWINT App verbunden werden. Für den Betrieb gibt es die Händlerseite mit eigenem Portal, über die Zahlungseingänge laufen.

Ist eine TWINT-Zahlung eine Quittung?

Nein. Die Zahlungsbestätigung in der App belegt, dass Geld geflossen ist, aber nicht, wofür. Für die Buchhaltung und für die Mehrwertsteuer brauchst du einen Beleg mit Datum, Leistung, Betrag und Steuersatz.

Lohnt sich TWINT bei grossen Rechnungen?

Rechne es durch, bevor du zusagst. Was die Händlerprodukte kosten, schreibt TWINT nicht auf seine Website, das erfährst du im Gespräch. Ohne zusätzlichen Anbieter bleibt die QR-Rechnung der einfachste Weg, und die Referenz ordnet die Zahlung von selbst zu.

Quellen

Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib uns, wir korrigieren ihn.

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