Woher die Angaben auf dieser Seite stammen
Diese Seite zitiert HERO, sie beurteilt HERO nicht. Am 21. September 2026 haben wir vier Seiten auf hero-software.de gelesen: die Startseite, die Übersicht der Anwendungen, die Produktfakten und die Kundenseite. Sie sind unten verlinkt. Alles in der rechten Spalte der Tabelle stammt von dort, im Wortlaut. Wo «dazu steht nichts» steht, haben wir es auf diesen vier Seiten nicht gefunden; das heisst nicht, dass es fehlt, sondern dass du beim Anbieter nachfragen solltest. Preise von HERO nennen wir nicht, weil sie ändern und beim Anbieter selbst stehen. Und weil sich Websites ändern, gilt jede Angabe hier mit dem genannten Datum.
Was HERO über sich selbst sagt
Die Startseite nennt HERO «Das Betriebssystem fürs Handwerk» und «Handwerkersoftware für Unternehmen, die wachsen wollen». Die Produktfakten nennen als Hersteller die «HERO Software GmbH», als Produktart «SaaS-Software», als Zielgruppe «Handwerksbetriebe aus allen Ausbaugewerken mit 2 bis 50 Mitarbeitenden» und als Märkte «Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande». Die Kundenseite schreibt: «Mehr als 20.000 Handwerkerinnen und Handwerker setzen im Arbeitsalltag auf HERO», und «Die interaktive Karte zeigt eine kleine Auswahl an Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz».
- Auftrag und Beleg: «Angebote & Rechnungen» mit dem Satz «Kalkuliere dein Angebot, versende es und stell daraus später die Rechnung», dazu «Auftragsabwicklung», ein «Kalkulationsprogramm» und ein «Rechnungsprogramm». Zum «GAEB-Standard» heisst es «E-Rechnung, GAEB-Standard und mehrstufiges Mahnwesen inklusive».
- Draussen: «Digitale Zeiterfassung» mit «Deine Mitarbeiter*innen erfassen ihre Arbeitszeiten mobil in der HERO App, auf Wunsch mit Standortdaten bei Start und Stopp», ein Baustein für das mobile Aufmass beim Kunden mit Übernahme in das, was HERO «Angebot» nennt, «Baudokumentation», «Digitale Plantafel», «Baustellenplaner» und die «Mobile HERO App», mit der man laut der Fragenliste unterwegs «Dokumente erstellen und unterschreiben lassen, Arbeitszeiten per digitaler Stempeluhr erfassen, Fotos festhalten» kann.
- Zahlen und Material: «Buchhaltung», «Lagerverwaltung», «Personalverwaltung», «DATEV Export», «Lexware Office», «DATANORM» als Schnittstelle zum Grosshandel für den Materialimport und «HERO Wallet» mit «Kund*innen zahlen Rechnungen online».
- KI: «HERO Voice» als KI-Telefonassistent für die Anrufannahme, «HERO Command» für die Angebotserstellung und «HERO Report» für die Baudokumentation.
Der Unterschied ist die Verankerung, nicht die Funktionsliste
Wenn du die Bausteine beider Programme nebeneinanderlegst, überlappen sie stark. Der Unterschied steckt in den Namen der Schnittstellen und Standards. HERO nennt DATEV, Lexware, DATANORM, GAEB, E-Rechnung und an einer Stelle «GoBD-konform». Das sind die Normen des deutschen Marktes: DATEV und Lexware sind die Buchhaltungswelt, DATANORM der Artikelaustausch mit dem Grosshandel, GAEB der Austauschstandard für Leistungsverzeichnisse, die GoBD die deutschen Aufzeichnungsgrundsätze.
Dieselben Aufgaben heissen in der Schweiz anders. Das Leistungsverzeichnis läuft über den Normpositionen-Katalog (NPK), den der CRB als «Kompetenzzentrum für Standards in der Bau- und Immobilienwirtschaft» herausgibt, damit Bauleistungen beschrieben, kalkuliert und abgerechnet werden können. Der Zahlungsverkehr läuft über den QR-Einzahlungsschein und die CAMT-Datei aus dem E-Banking. Die Steuersätze sind 8.1, 2.6 und 3.8 Prozent (MWSTG Art. 25), eingereicht wird seit 2025 nur noch elektronisch über das Portal der Eidgenössischen Steuerverwaltung (MWSTV Art. 123). Und die Buchhaltung macht in vielen Kleinbetrieben die Treuhandstelle, nicht der Betrieb.
Punkt für Punkt
| Thema | KIDESK | HERO, nach eigenen Angaben vom 21.09.2026 |
|---|---|---|
| Finanzbuchhaltung | Gibt es nicht. Die Treuhandstelle bucht und bekommt einen eigenen Zugang, eine Buchungsliste, die Belege und eine MwSt-Auswertung je Quartal als CSV-Datei. | «Buchhaltung» ist ein eigener Baustein, dazu «DATEV Export» und eine Verbindung zu «Lexware Office». |
| Rechnung und Zahlungseingang | QR-Einzahlungsschein mit strukturierten Adressen und QR-Referenz. Zahlungseingänge kommen über die CAMT-Datei aus dem E-Banking, eine direkte Bankanbindung gibt es nicht. | Genannt werden «E-Rechnung», ein «mehrstufiges Mahnwesen» und «HERO Wallet», mit dem Kundschaft Rechnungen online bezahlt. Zum QR-Einzahlungsschein steht auf den gelesenen Seiten nichts. |
| Ausschreibung und Ausmass | Leistungsverzeichnis als PDF einlesen, NPK-Codes als Positionsnummern zurückgeben, Ausmass als Rechenzeile an der Position, Herleitung auf dem PDF. | «GAEB-Standard» und ein eigener Baustein für das Aufmass beim Kunden, das sich in die Offerte übernehmen lässt. Zum NPK steht auf den gelesenen Seiten nichts. |
| Die Arbeit draussen | Stunden mit von und bis, Pause und Reisezeit in einem eigenen Feld, Rapport und Abnahme mit Unterschrift auf dem Gerät, Fotos, Wochenplan für die Einteilung. | «Digitale Zeiterfassung» in der App, «Digitale Plantafel», «Baustellenplaner», «Baudokumentation», Unterschrift in der «Mobile HERO App». |
| Lager und Material | Katalog mit Paketen und Staffelpreisen, Bestand mit Mindestmenge, Lagerort am Artikel, Barcode-Scanner. Keine Bestellungen an Lieferanten, kein zweites Lager. | «Lagerverwaltung» als eigener Baustein und «DATANORM» als Schnittstelle zum Grosshandel. |
| Personal und Lohn | Mitarbeitende für die Zuteilung, Stundenbericht mit einer Lohn-CSV für die Stelle, die den Lohn rechnet. Keine Lohnbuchhaltung. | «Personalverwaltung» ist ein eigener Baustein. Zur Lohnabrechnung steht auf den gelesenen Seiten nichts. |
| Online bezahlen durch den Kunden | Gibt es nicht. Der Kunde zahlt über den QR-Einzahlungsschein oder auf Rechnung. | «HERO Wallet»: «Kund*innen zahlen Rechnungen online». |
| KI | Eine Eingabezeile auf jeder Seite, Diktat und Sprachmodus, Änderungen am offenen Beleg. Heikle Aktionen bestätigst du, bevor sie ausgeführt werden. Im Preis inbegriffen. | «HERO Voice» als KI-Telefonassistent, «HERO Command» für die Angebotserstellung, «HERO Report» für die Baudokumentation. |
| Betriebsgrösse und Märkte | Ein bis zwanzig Personen selbst buchbar, darüber auf Anfrage. Nur Schweiz. | «Handwerksbetriebe aus allen Ausbaugewerken mit 2 bis 50 Mitarbeitenden», Märkte «Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande». |
| Preis | CHF 39.00 im Monat für die erste Person, CHF 8.00 für jede weitere, alles inbegriffen, auch die KI. Vierzehn Tage testen ohne Kreditkarte. | Preise nennen wir hier nicht, sie stehen auf hero-software.de. |
Die Schweizer Prüfliste für ein Programm aus dem Ausland
Diese acht Punkte gelten für jedes Programm, das nicht nur für die Schweiz gebaut ist. Stell die Fragen dem Verkauf, und lass dir jede Antwort am Bildschirm zeigen. Eine Zusage am Telefon ist keine Antwort.
- QR-Einzahlungsschein: Lass dir eine fertige Rechnung als PDF geben und zahl im eigenen E-Banking einen Franken darauf ein. Seit dem 22. November 2025 ist in der QR-Rechnung nur noch die strukturierte Adresse zulässig; ein Beleg mit freien Adresszeilen fällt dabei durch.
- QR-IBAN und QR-Referenz: Hast du eine QR-IBAN, braucht jede Rechnung eine QR-Referenz. Hast du eine normale IBAN, darf sie keine tragen. Prüf, ob das Programm den Unterschied kennt.
- Mehrwertsteuer: 8.1 Prozent normal, 2.6 Prozent reduziert, 3.8 Prozent für Beherbergung. Prüf auch den Saldosteuersatz, wenn du so abrechnest, und ob zwei Sätze auf einer Rechnung möglich sind.
- Kontoauszug einlesen: Lade eine echte CAMT-Datei aus deinem E-Banking hoch. Wird eine Sammelbuchung vollständig gelesen, oder kommt nur die erste Zahlung an?
- Leistungsverzeichnis: Wenn du auf Ausschreibungen offerierst, gib dem Programm ein echtes NPK-Verzeichnis und schau, ob die Positionsnummern auf der Offerte und auf der Rechnung wieder herauskommen.
- Treuhandstelle: Frag sie, welche Dateien sie für den Abschluss braucht, und lass dir vom Anbieter genau diese zeigen. Das ist ein Gespräch von fünf Minuten und spart beiden Seiten Stunden.
- Sprache auf dem Bildschirm und im PDF: Auf der Website heissen die Gewerke «Tischler», «Fliesenleger», «Schornsteinfeger», «Hausmeister» und «GaLaBau». In der Schweiz heissen sie Schreiner, Plattenleger, Kaminfeger, Hauswart und Garten- und Landschaftsbau. Deine Leute lesen den Bildschirm, deine Kunden lesen das PDF: Schau dir beides an, bevor du entscheidest.
- Der Ausstieg: Lass dir vor der Unterschrift einen vollständigen Export zeigen. Mehr dazu unter Software wechseln.
Wann HERO besser passt
- Du willst selbst buchen. Wenn Kontenplan und Abschluss in deiner Hand bleiben sollen, brauchst du ein Programm mit Buchhaltung. KIDESK hat keine. Wovon diese Entscheidung abhängt, steht in Buchhaltung selber machen oder abgeben.
- Du führst ein echtes Lager. Bestellungen an Lieferanten, Wareneingang gegen Bestellung und mehrere Lagerorte gibt es in KIDESK nicht. Es gibt Bestand, Mindestmenge, einen Lagerort am Artikel und einen Scanner.
- Deine Kundschaft soll online bezahlen. Ein Bezahllink für den Endkunden gehört nicht zu KIDESK.
- Du arbeitest über die Grenze. Wer Betriebsteile in Deutschland oder Österreich hat, braucht ein Programm, das beide Welten kennt. KIDESK gibt es nur für die Schweiz, und die Oberfläche gibt es nur auf Deutsch.
- Deine Leute wollen eine App auf Android. Von KIDESK gibt es eine App fürs iPhone; auf Android läuft KIDESK im Browser.
- Du wachsest über zwanzig Personen hinaus. Bei KIDESK buchst du bis zwanzig Personen selbst, darüber auf Anfrage. HERO nennt als Zielgruppe Unternehmen mit 2 bis 50 Mitarbeitenden.
Wann KIDESK besser passt
- Deine Belege müssen in der Schweiz durchgehen. QR-Einzahlungsschein mit strukturierten Adressen, die drei Steuersätze, die MwSt-Auswertung je Quartal, die CAMT-Datei aus dem E-Banking: Das ist der Teil, an dem ein Betrieb täglich hängt.
- Du offerierst auf Ausschreibungen mit NPK-Nummern. Verzeichnis einlesen, Positionsnummern zurückgeben, nach Ausmass abrechnen. Wie das abläuft, steht in Ausschreibung offerieren.
- Deine Treuhandstelle bucht ohnehin. Dann ist eine eigene Finanzbuchhaltung doppelte Arbeit. Sie bekommt einen eigenen Zugang und ein Exportpaket, unter anderem mit einer Datei für Banana und einem DATEV-Buchungsstapel.
- Deine Leute sind draussen. Stunden, Material, Fotos und die Unterschrift des Kunden entstehen auf dem Gerät und nicht abends im Büro.
- Du willst einen Preis statt einer Bausteinliste. Bei KIDESK ist alles im Preis, auch die KI und die Sprachfunktion.
- Du willst weniger Programm, nicht mehr. Ohne Buchhaltung, ohne Lohn, ohne Kasse bleibt eine Kette: Offerte, Auftrag, Rapport, Rechnung. Was das heisst, steht in Branchen-Software, Buchhaltungssuite oder Büro-Software.
So macht es KIDESK
KIDESK ist für einen einzigen Markt gebaut. Die Rechnung trägt den QR-Einzahlungsschein mit strukturierten Adressen und QR-Referenz, die Steuer kennt 8.1, 2.6 und 3.8 Prozent, der Zahlungseingang kommt aus der CAMT-Datei deines E-Bankings, das Leistungsverzeichnis trägt NPK-Nummern, und die Treuhandstelle bekommt einen eigenen Zugang mit ihrem Exportpaket. Dazwischen liegt die Kette Offerte, Auftrag, Rapport, Rechnung, Mahnwesen. Was fehlt, fehlt mit Absicht: keine Finanzbuchhaltung, keine Lohnbuchhaltung, keine Registrierkasse, keine Bestellungen an Lieferanten, kein Bezahllink für den Endkunden, keine direkte Bankanbindung. Der Preis ist CHF 39.00 im Monat für die erste Person und CHF 8.00 für jede weitere, alles inbegriffen. Vierzehn Tage testen kostet nichts und braucht keine Kreditkarte.
Häufige Fragen
Kann eine deutsche Handwerkersoftware Schweizer Rechnungen?
Manche können es, manche nicht, und einige können es teilweise. Der Prüfstein ist nicht die Werbung, sondern der Einzahlungsschein: Lass dir eine fertige Rechnung als PDF geben und zahl im eigenen E-Banking einen Franken darauf ein. Prüf danach die drei Steuersätze und das Einlesen einer echten CAMT-Datei aus deinem E-Banking.
Nennt HERO die Schweiz als Markt?
Ja. Auf der Seite mit den Produktfakten stehen als Märkte «Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande», und die Kundenseite spricht von Unternehmen «aus Deutschland, Österreich und der Schweiz» (abgerufen am 21.09.2026). Was das im Einzelnen für Einzahlungsschein, Mehrwertsteuer und Leistungsverzeichnis heisst, steht auf den gelesenen Seiten nicht; frag beim Anbieter nach.
Was ist GAEB, und brauche ich das in der Schweiz?
GAEB ist der deutsche Austauschstandard für Leistungsverzeichnisse. In der Schweiz läuft dieselbe Aufgabe über den Normpositionen-Katalog (NPK) des CRB. Wenn du auf Ausschreibungen offerierst, kommen die Verzeichnisse mit NPK-Nummern zu dir, und diese Nummern müssen auf deiner Offerte und auf deiner Rechnung wieder auftauchen.
HERO nennt mehr als 20'000 Handwerker. Was sagt das über meinen Fall?
Wenig. Die Zahl ist die eigene Angabe von HERO vom 21.09.2026 und gilt für alle vier genannten Märkte zusammen; eine Aufteilung auf die Schweiz steht auf den gelesenen Seiten nicht. Nutzerzahlen beantworten nicht, ob ein Programm deine Belege, deinen Kanton und dein Gewerk trifft. Das beantwortet nur ein Testlauf mit deinen eigenen Daten.
Was nehme ich mit, wenn ich später wechsle?
Frag das vor der Unterschrift, nicht nach der Kündigung, und zwar bei beiden Anbietern. Verlange einen vollständigen Export aus einem Testkonto und öffne die Dateien selbst. KIDESK liest CSV- und Excel-Dateien für Kunden, Artikel, Rechnungen, Offerten und Belege ein, mit einer Vorschau vor dem Speichern. Was zu einem sauberen Wechsel gehört, steht in Software wechseln.
Diese Seite gehört zu KIDESK. Kann ich ihr trauen?
Nur so weit, wie du sie nachprüfen kannst, und genau dafür steht jede Angabe über HERO mit Wortlaut, Quelle und Datum hier. Wir behaupten nirgends, HERO könne etwas nicht: Wo wir etwas nicht gefunden haben, steht das so da. Und die Fälle, in denen HERO die passendere Wahl ist, stehen weiter oben in einem eigenen Abschnitt. Den Rest entscheidest du mit einem Testlauf, nicht mit einer Vergleichsseite.
Quellen
- HERO Software: Startseite, eigene Angaben (abgerufen am 21.09.2026)
- HERO Software: Anwendungen, eigene Angaben (abgerufen am 21.09.2026)
- HERO Software: Fakten zum Produkt, eigene Angaben (abgerufen am 21.09.2026)
- HERO Software: Unsere Kunden, eigene Angaben (abgerufen am 21.09.2026)
- CRB: Standards für die Bau- und Immobilienwirtschaft, Herausgeber des NPK (abgerufen am 21.09.2026)
- Mehrwertsteuergesetz (MWSTG), Art. 25: Steuersätze
- Mehrwertsteuerverordnung (MWSTV), Art. 123: Elektronische Verfahren
Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib uns, wir korrigieren ihn.
