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Offerte Vorlage für Elektroinstallationen.

Kurz gesagt

Eine Elektro-Offerte wird vergleichbar, wenn drei Dinge darinstehen: die Mengen je Position (Leitungsmeter, Stückzahl Apparate), der Regieansatz für alles, was man vor dem Öffnen der Wand nicht weiss, und der Sicherheitsnachweis. Der dritte Punkt fehlt in vielen Offerten, obwohl er kein Extra ist: Vor der Übergabe muss eine Schlusskontrolle durchgeführt und ihr Ergebnis in einem Sicherheitsnachweis festgehalten werden (NIV Art. 24). Die Vorlage unten enthält alle drei.

Stand: . Geprüft anhand der unten genannten Quellen.

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Ohne Anmeldung. Die Beispielangaben ersetzt du durch deine eigenen. Die Excel-Datei rechnet die Summen selbst.

So sieht die Vorlage aus

Offerte Elektroinstallationen

Offertnummer
2026-0184
Datum
21.09.2026
Gültig bis
12.10.2026
Kunde
[Name, Strasse Nr., PLZ Ort]
Objekt
[Bezeichnung, Strasse Nr., PLZ Ort]
Aufnahme vor Ort vom
16.09.2026
Kontrollperiode der Installation
[20 Jahre / 10 Jahre / 5 Jahre gemäss Anhang NIV]
Netzbetreiberin
[Name des lokalen Werks]
Ausführung
Kalenderwoche 44, genauer Termin nach Absprache

Besten Dank für die Aufnahme vor Ort. Für die Elektroarbeiten an Ihrem Objekt unterbreiten wir Ihnen die folgende Offerte. Gerechnet ist mit der Apparateserie [Serie, Farbe] gemäss Bemusterung. Die Mengen beruhen auf der Aufnahme vom 16.09.2026; abgerechnet wird nach den tatsächlich ausgeführten Mengen zu den unten stehenden Einheitspreisen. Die Preise verstehen sich in Schweizer Franken, exklusive Mehrwertsteuer.

Pos.LeistungMengeEinheitPreisTotal
1Demontage bestehende Installation, Apparate sichern, Provisorium für die Dauer der Arbeiten1.00Pausch.640.00640.00
2Unterverteilung ersetzen, zweireihig, mit Fehlerstrom-Schutzschaltern, Reserveplätzen und Beschriftung1.00Stk.2'150.002'150.00
3Leitung 3x1.5 mm2 in bestehendes Rohr einziehen, Beleuchtungsstromkreise145.00m6.80986.00
4Leitung 3x2.5 mm2 neu verlegt, inklusive Rohr und Befestigung, Steckdosenstromkreise62.00m11.50713.00
5Steckdosen-Kombination T13, Einbau in bestehende Dose, Serie gemäss Einleitung24.00Stk.58.001'392.00
6Lichtschalter ersetzen, Serie gemäss Einleitung11.00Stk.62.00682.00
7Schlitze stemmen und Dosen setzen in Backstein, Flick bis Malerbereitschaft9.00Stk.145.001'305.00
8Messungen, betriebsinterne Schlusskontrolle und Sicherheitsnachweis nach NIV1.00Pausch.380.00380.00
9Regiearbeiten Monteur nach Aufwand, Annahme gemäss Fusstext8.00Std.105.00840.00
10Entsorgung Altmaterial und Elektroschrott, inklusive Transport1.00Pausch.120.00120.00
Zwischentotal
9'208.00
MwSt 8.1 %
745.85
Total CHF
9'953.85

Sicherheitsnachweis: Vor der Übergabe führen wir die betriebsinterne Schlusskontrolle durch und halten deren Ergebnis im Sicherheitsnachweis fest (NIV Art. 24). Den unterzeichneten Sicherheitsnachweis übergeben wir Ihnen; Sie melden der Netzbetreiberin den Abschluss der Installationsarbeiten und stellen ihr den Nachweis zu. Die technischen Unterlagen zur Installation bewahren Sie während deren Lebensdauer auf, die Grundlagen für den Sicherheitsnachweis mindestens während einer Kontrollperiode (NIV Art. 5 Abs. 2). Abnahmekontrolle: Liegt die Kontrollperiode Ihrer Installation unter 20 Jahren, veranlassen Sie innerhalb von sechs Monaten eine Abnahmekontrolle durch ein unabhängiges Kontrollorgan oder eine akkreditierte Inspektionsstelle und reichen den Sicherheitsnachweis innert dieser Frist ein (NIV Art. 35 Abs. 3). Diese Kontrolle ist nicht Bestandteil dieser Offerte. Gerne vermitteln wir Ihnen ein Kontrollorgan. Mengen: Abgerechnet wird nach den tatsächlich ausgeführten Mengen zu den offerierten Einheitspreisen. Die Mengen in dieser Offerte sind die bei der Aufnahme festgestellten. Weichen sie um mehr als 5 % ab, informieren wir Sie vor der Ausführung. Regie: Zusatzarbeiten nach Aufwand zu CHF 105.00 je Stunde Monteur und CHF 62.00 je Stunde Lernender, Material zusätzlich. Die 8 Stunden in Position 9 sind eine Annahme. Verrechnet werden die Stunden gemäss unterschriebenem Rapport. Apparate: Gerechnet ist die Serie [Serie, Farbe]. Eine andere Wahl bei der Bemusterung ändert den Preis; die Differenz weisen wir vor der Bestellung aus. Mitwirkung: Die Räume sind zugänglich und geräumt. Für die Dauer der Arbeiten stellen Sie Strom und Wasser zur Verfügung. Einen Unterbruch der Stromversorgung kündigen wir an; Termine der Netzbetreiberin richten sich nach deren Verfügbarkeit. Nicht enthalten: Abnahmekontrolle durch ein unabhängiges Kontrollorgan, Gipser- und Malerarbeiten nach dem Flick bis Malerbereitschaft, Anpassungen am Hausanschluss, Gerüst und Hebebühne, Arbeiten an Anlagen, die bei der Aufnahme nicht zugänglich waren, Leuchten und Apparate der Bauherrschaft. Gültigkeit: Diese Offerte gilt bis am 12.10.2026. Zahlungsbedingungen: Akontorechnung von 40 % bei Arbeitsbeginn, Schlussrechnung nach der Übergabe. Rechnungen sind innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zahlbar. Nach Ablauf dieser Frist tritt der Verzug ohne weitere Mahnung ein. Ab Verzug ist ein Verzugszins von 5 % pro Jahr geschuldet. Annahme der Offerte: Ort und Datum ............................ Unterschrift Kunde ............................ Ort und Datum ............................ Unterschrift Auftragnehmer ............................ [Preise, Mengen, Zeiten und Fristen dieser Vorlage sind Beispiele. Setzen Sie Ihre eigenen ein.]

Der Sicherheitsnachweis gehört in die Offerte

Die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) verlangt zweierlei: Vor der Inbetriebnahme einer Installation oder von Teilen davon ist eine baubegleitende Erstprüfung durchzuführen und zu protokollieren, und vor der Übergabe an den Eigentümer muss eine Schlusskontrolle stattfinden. Die Personen, welche die Schlusskontrolle durchführen, «haben die Ergebnisse dieser Kontrolle in einem Sicherheitsnachweis festzuhalten». Übergeben wird der Nachweis vom Inhaber der allgemeinen Installationsbewilligung an den Eigentümer, und danach meldet der Eigentümer der Netzbetreiberin den Abschluss der Arbeiten und stellt ihr den Sicherheitsnachweis zu (NIV Art. 24).

Das ist Aufwand, der kalkuliert gehört: Messungen, Protokoll, Dokumentation und die Unterschrift einer kontrollberechtigten Person. Wer ihn in die Pauschale versteckt, verschenkt ihn. Wer ihn als eigene Position ausweist, zeigt dem Kunden zugleich, dass seine Installation am Schluss geprüft und dokumentiert wird.

SchrittWer macht esGrundlage
Baubegleitende Erstprüfung, protokolliertder ausführende BetriebNIV Art. 24 Abs. 1
Betriebsinterne Schlusskontrolle vor der Übergabeeine fachkundige oder kontrollberechtigte PersonNIV Art. 24 Abs. 2
Sicherheitsnachweis erstellen und dem Eigentümer übergebenInhaber der allgemeinen InstallationsbewilligungNIV Art. 24 Abs. 4 und 5
Abschluss melden und Nachweis der Netzbetreiberin zustellender EigentümerNIV Art. 24 Abs. 6
Abnahmekontrolle innert sechs Monaten, wenn die Kontrollperiode unter 20 Jahren liegtein unabhängiges Kontrollorgan oder eine akkreditierte Inspektionsstelle, vom Eigentümer beauftragtNIV Art. 35 Abs. 3
Dieselbe Sechsmonatsfrist gilt für Energieerzeugungsanlagen mit Verbindung zum Niederspannungsverteilnetz, also für die übliche Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Achtung: Die Kontrollperiode entscheidet, ob eine zusätzliche Abnahmekontrolle durch ein unabhängiges Organ nötig ist. Der Anhang der NIV legt sie fest: 20 Jahre für «alle übrigen elektrischen Installationen», also für das gewöhnliche Wohnhaus, dagegen zehn Jahre unter anderem für gewerbliche Werkstätten, Bürogebäude, Verkaufslokale und landwirtschaftliche Unternehmen, fünf Jahre für Betriebsräume der Industrie und des Grossgewerbes sowie für öffentliche Ladestationen, und jährlich für Installationen auf Baustellen. Diese Kontrolle beauftragt der Eigentümer, sie steht darum unter «nicht enthalten», und der Hinweis darauf gehört in die Offerte.

Mengen statt Pauschalen: warum es sich lohnt

Eine Zeile «Elektroinstallation Wohnung, CHF 9'200.00» ist schnell geschrieben. Sie hat nur zwei Nachteile: Der Kunde kann nichts vergleichen, und du kannst nichts nachrechnen, wenn die Wohnung am Schluss fünf Steckdosen mehr hat. Mit Einheitspreisen je Meter und je Stück ist beides gelöst.

Fünf Steckdosen mehr als offeriert
Offeriert: 24 Steckdosen-Kombinationen zu CHF 58.00
CHF 1'392.00
Tatsächlich montiert: 29 Stück
29 mal CHF 58.00
Abgerechnet nach Einheitspreis
CHF 1'682.00
Beispielpreis je Stück, eigener Ansatz einsetzen
CHF 58.00
Mehrbetrag, der ohne Diskussion verrechenbar ist
CHF 290.00

Stünde dort eine Pauschale «Steckdosen ersetzen CHF 1'392.00», müsstest du dieselben CHF 290.00 als Nachtrag verhandeln, mitten im Auftrag, mit einem Kunden, der findet, das sei doch drin gewesen. Der Unterschied liegt nicht im Betrag, sondern darin, wer erklären muss.

Alle Preise auf dieser Seite und in der Vorlage sind Beispiele, damit die Rechnung nachvollziehbar bleibt. Es sind keine Marktpreise und keine Richtwerte. Setz deine eigenen Ansätze ein, bevor du die Vorlage verschickst; wie du sie herleitest, steht im Ratgeber Stundenansatz für Handwerksbetriebe.

Regie und Pauschale gehören beide hinein

In einer Sanierung kennst du den Preis der neuen Unterverteilung genau und den Aufwand hinter der Wand überhaupt nicht. Offeriere darum das, was du kennst, verbindlich, und das andere nach Aufwand. Rechtlich ist ein fester Preis bindend, auch wenn die Arbeit mehr kostet als gedacht (OR Art. 373 Abs. 1). Ein ungefährer Kostenansatz ist etwas anderes: Wird er ohne Zutun des Bestellers unverhältnismässig überschritten, darf dieser vom Vertrag zurücktreten, und bei Bauten auf seinem Grund kann er eine angemessene Herabsetzung verlangen (OR Art. 375). Welche Form wann passt, steht im Ratgeber Pauschalpreis oder nach Aufwand.

  • Verbindlich offerieren: Apparate, Unterverteilung, Leitungsmeter in bestehenden Rohren, Messungen und Sicherheitsnachweis.
  • Nach Aufwand offerieren: Suchen und Freilegen alter Leitungen, Anpassungen in Altbauten, alles hinter Gipsplatten und in Zwischendecken.
  • Mit Annahme offerieren: Eine Regieposition mit einer angenommenen Stundenzahl zeigt dem Kunden, mit welcher Grössenordnung du rechnest. Im Fusstext steht, dass abgerechnet wird, was im unterschriebenen Rapport steht.

Was in Elektro-Offerten am häufigsten fehlt

  • Schlitze, Dosen und der Gipserflick. Stemmen in Backstein oder Beton ist der Teil, der Zeit frisst. Wer bis Malerbereitschaft verspricht, muss es hinschreiben; wer nur bis Rohflick macht, erst recht.
  • Das Provisorium. In einer bewohnten Wohnung muss abends Strom da sein. Ein Provisorium ist Arbeit und gehört als Position hinein, nicht in die Erwartung.
  • Der Unterbruch bei der Netzbetreiberin. Für Arbeiten am Anschluss braucht es eine Abmeldung, manchmal einen Termin. Wer die Wartezeit nicht kalkuliert, arbeitet sie umsonst ab.
  • Die Bemusterung der Apparate. Serie, Farbe und Abdeckungen kosten unterschiedlich viel. In die Offerte gehört, welche Serie gerechnet ist und dass eine andere Wahl den Preis ändert.
  • Beschriftung und Dokumentation. Ein beschrifteter Verteiler und ein aktualisiertes Schema sind Arbeit. Zudem muss der Eigentümer die technischen Unterlagen während der ganzen Lebensdauer der Installation aufbewahren, die Grundlagen für den Sicherheitsnachweis mindestens eine Kontrollperiode lang (NIV Art. 5 Abs. 2).
  • Ladestationen und Photovoltaik. Anmeldung bei der Netzbetreiberin, Lastmanagement und die Abnahmekontrolle durch ein unabhängiges Organ sind eigene Posten, keine Nebensache.
  • Entsorgung. Alte Apparate, Leitungen und Verteiler sind Elektroschrott. Die Rückgabe ist organisiert, der Transport dorthin ist trotzdem deine Zeit.

Der Handwechsel: eine Position, an die niemand denkt

Installationen mit zehn- oder zwanzigjähriger Kontrollperiode «müssen ausserdem bei jeder Handänderung nach Ablauf von fünf Jahren seit der letzten Kontrolle kontrolliert werden» (NIV, Anhang Ziffer 3). Wer mit Liegenschaftsverwaltungen arbeitet, hat damit ein regelmässiges Geschäft, das sich planen lässt. In die Offerte für eine Sanierung gehört der Satz, wann die Installation das nächste Mal kontrolliert werden muss: Dein Kunde erfährt etwas, das er nicht wusste, und du bist in fünf oder zehn Jahren derjenige, an den er denkt.

Jede Angabe in der Vorlage, und warum sie dasteht

AngabePflicht oder PraxisWozu sie dient
Objekt, Kontrollperiode und Netzbetreiberin im KopfPraxisDie Kontrollperiode entscheidet, ob eine Abnahmekontrolle durch ein unabhängiges Organ dazukommt (NIV Art. 35 Abs. 3)
Mengen und Einheitspreise je PositionPraxisOhne Menge lässt sich eine Abweichung weder belegen noch verrechnen
Apparateserie in der EinleitungPraxisBestimmt Material und Preis. Ohne Nennung schuldest du, was der Kunde sich vorgestellt hat
Position Messungen, Schlusskontrolle und SicherheitsnachweisKontrolle und Nachweis sind Pflicht (NIV Art. 24)Der Aufwand ist real und gehört sichtbar in den Preis
Abnahmekontrolle unter «nicht enthalten»Pflicht des Eigentümers (NIV Art. 35 Abs. 3)Die Frist von sechs Monaten läuft beim Kunden, nicht bei dir. Er muss davon wissen
Regieansatz im FusstextPraxisZusatzarbeiten kommen fast immer. Ohne vorher genannten Ansatz verhandelst du mitten im Auftrag
Mitwirkung: Zugang, geräumte Räume, Strom und WasserPraxisWas der Kunde beistellt, gehört in die Offerte und nicht in den Streit danach
Akontozahlung bei ArbeitsbeginnPraxis mit gesetzlicher WirkungDie Vergütung ist bei Ablieferung des Werkes zu zahlen (OR Art. 372). Eine andere Zahlungsweise musst du vereinbaren
GültigkeitsdatumPraxis mit gesetzlicher WirkungMit Frist bist du bis zum Ablauf gebunden und danach frei (OR Art. 3)
MwSt-Satz 8.1 Prozent und MwSt-NummerPflicht auf der Rechnung (MWSTG Art. 26)Auf der Offerte Praxis. Wer nicht im Register eingetragen ist, weist keine Steuer aus
Für die Offerte selbst kennt das Obligationenrecht keine Pflichtangaben. Was hier steht, wirkt über den Vertrag: Nimmt dein Kunde an, wird jede Zeile Vertragsinhalt.

So macht es KIDESK

In KIDESK liegt dein Material mit Einkaufs- und Verkaufspreis im Katalog, und die Marge je Position sehen nur Inhaber, Admin und Buchhaltung. In der Offerte tippst du zwei Buchstaben, bis die Position mit dem richtigen Preis dasteht. Regie und Pauschale stehen auf derselben Offerte. Deine Monteure erfassen Stunden und Material am Handy, der Kunde unterschreibt den Rapport auf dem Gerät, und daraus wird die Rechnung, ohne dass du eine Zahl abtippst. Nach dem Auftrag zeigt die Nachkalkulation je Position, was offeriert war und was es gekostet hat.

Offerten in KIDESK KIDESK für Elektrobetriebe

Häufige Fragen

Muss der Sicherheitsnachweis in der Offerte stehen?

Vorgeschrieben ist der Nachweis selbst, nicht seine Erwähnung in der Offerte. Vor der Übergabe braucht es eine Schlusskontrolle, und deren Ergebnis ist in einem Sicherheitsnachweis festzuhalten (NIV Art. 24). Weil das Arbeit ist, gehört sie als Position hinein, sonst arbeitest du sie gratis.

Wer reicht den Sicherheitsnachweis bei der Netzbetreiberin ein?

Der Eigentümer. Die Verordnung sagt es deutlich: Nach der Schlusskontrolle meldet der Eigentümer der Netzbetreiberin den Abschluss der Installationsarbeiten und stellt ihr den Sicherheitsnachweis zu (NIV Art. 24 Abs. 6). Du übergibst ihm den unterzeichneten Nachweis. Viele Unternehmen übernehmen den Versand aus Kulanz, geschuldet ist er nicht.

Wann braucht es zusätzlich eine Abnahmekontrolle?

Wenn die Kontrollperiode der Installation unter 20 Jahren liegt oder es sich um eine Energieerzeugungsanlage mit Netzverbindung handelt. Dann veranlasst der Eigentümer innerhalb von sechs Monaten eine Abnahmekontrolle durch ein unabhängiges Kontrollorgan (NIV Art. 35 Abs. 3). Für eine gewöhnliche Wohnung mit 20 Jahren Kontrollperiode entfällt sie.

Rechnet man Elektroarbeiten nach Stunden oder nach Positionen ab?

Beides, und am besten in derselben Offerte. Apparate und Leitungsmeter offerierst du zu Einheitspreisen, weil du sie gezählt hast. Alles, was hinter der Wand liegt, offerierst du in Regie mit einer angenommenen Stundenzahl. So trägst du kein Risiko dort, wo du nichts sehen konntest.

Darf ich den offerierten Preis überschreiten?

Bei einem festen Preis nicht: Der Unternehmer muss zum vereinbarten Preis fertigstellen, auch wenn die Arbeit mehr kostet (OR Art. 373 Abs. 1). Bei einem ungefähren Kostenansatz ist eine Überschreitung möglich, aber bei unverhältnismässiger Überschreitung ohne Zutun des Bestellers kann dieser zurücktreten oder bei Bauten auf seinem Grund eine Herabsetzung verlangen (OR Art. 375). Mengenabweichungen bei Einheitspreisen sind weder das eine noch das andere: Dort ist der Preis je Einheit vereinbart, nicht die Summe.

Gehört ein QR-Einzahlungsschein auf die Offerte?

Nein. Der Einzahlungsschein fordert zur Zahlung auf und gehört auf die Rechnung. Eine Offerte fragt an. Bezahlt wird nach der Leistung oder nach einer vereinbarten Akontozahlung, und erst dafür stellst du eine Rechnung mit Einzahlungsschein aus.

Quellen

Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib uns, wir korrigieren ihn.

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