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Rechnungsvorlage Schreiner: die Schlussrechnung zur Offerte.

Kurz gesagt

Eine Schreinerrechnung wird gelesen, indem man sie neben die Offerte legt. Darum steht auf ihr dieselbe Reihenfolge, dieselbe Nummerierung und jede Abweichung als eigene Zeile: Regiestunden nach Rapport und Nachträge getrennt von den offerierten Positionen. Zwei Dinge entscheiden über das Geld: Bei fest vereinbartem Preis darfst du keine Erhöhung fordern, auch wenn du mehr Arbeit hattest (OR Art. 373 Abs. 1), und die Mehrwertsteuer auf einer Anzahlung entsteht bereits mit der Teilrechnung oder mit dem Eingang der Zahlung (MWSTG Art. 40 Abs. 1). Die Vorlage gibt es als Word- und als Excel-Datei, ohne Anmeldung.

Stand: . Geprüft anhand der unten genannten Quellen.

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Ohne Anmeldung. Die Beispielangaben ersetzt du durch deine eigenen. Die Excel-Datei rechnet die Summen selbst.

Den QR-Einzahlungsschein erzeugst du im E-Banking deiner Bank oder mit einer Rechnungssoftware, in Word und Excel lässt er sich nicht gültig nachbauen.

So sieht die Vorlage aus

Schlussrechnung

Rechnungsnummer
2026-0364
Rechnungsdatum
21.09.2026
Offerte Nr.
2026-0121 vom 12.06.2026, angenommen am 19.06.2026
Objekt
[Bezeichnung, Strasse Nr., PLZ Ort, Etage]
Leistung
Einbauschrank Korridor, 4 Elemente, Eiche furniert und massiv
Freigabezeichnung vom
26.06.2026
Montage
08. und 09.09.2026
Abnahme vom
09.09.2026
Zahlbar bis
21.10.2026

Für die Schreinerarbeiten an Ihrem Objekt stellen wir Ihnen die folgende Schlussrechnung. Die Positionen 1 bis 11 entsprechen der Offerte Nr. 2026-0121; die Positionen 12 und 13 stammen aus dem von Ihnen unterschriebenen Nachtrag Nr. 1. Die Preise verstehen sich in Schweizer Franken, exklusive Mehrwertsteuer.

Pos.LeistungMengeEinheitPreisTotal
1Aufmass vor Ort, Werkplanung und Freigabezeichnung vom 26.06.20261.00Pausch.680.00680.00
2Material Korpusse: Platten 19 mm Eiche furniert, Kanten massiv, Rückwände1.00Pausch.3'250.003'250.00
3Fronten Eiche massiv, geölt, Oberfläche gemäss freigegebenem Musterstück7.20m2520.003'744.00
4Beschläge: gedämpfte Scharniere, Vollauszüge, Griffe gemäss Bemusterung18.00Stk.46.00828.00
5Werkstatt: Zuschnitt, Bekanten, Bohren, Korpusmontage, Oberflächenbehandlung26.00Std.96.002'496.00
6Transport zum Objekt, Anlieferung über das Treppenhaus, Abdeckung des Zugangswegs1.00Pausch.420.00420.00
7Montage vor Ort am 08. und 09.09.2026: Ausrichten, Befestigen, Anpassen14.00Std.105.001'470.00
8Demontage der bestehenden Einrichtung, Abtransport und Entsorgung inklusive Gebühren1.00Pausch.540.00540.00
9Ausschnitte und Anpassungen für Steckdosen, Schalter und Leitungsführungen6.00Stk.65.00390.00
10Regiearbeiten Montage gemäss Rapport Nr. [Nummer] vom 08.09.2026, unterschrieben7.50Std.105.00787.50
11Nachjustage nach der ersten Heizperiode, Termin nach Absprache, im Preis enthalten1.00Pausch.220.00220.00
12Nachtrag Nr. 1 vom 21.08.2026: Material für zwei zusätzliche Innenschubladen2.00Stk.185.00370.00
13Nachtrag Nr. 1 vom 21.08.2026: Werkstattarbeit für die Innenschubladen2.50Std.96.00240.00
Zwischentotal
15'435.50
MwSt 8.1 %
1'250.28
Total CHF
16'685.78

Abzüglich bereits fakturiert: Akontorechnung Nr. 2026-0198 vom 19.06.2026 (30 %) CHF 4'667.65 Akontorechnung Nr. 2026-0241 vom 24.07.2026 (40 %) CHF 6'223.53 Restbetrag, zahlbar bis 21.10.2026 CHF 5'794.60 Die beiden Akontobeträge wurden auf den Offertbetrag von CHF 15'558.83 gerechnet. Die Regiestunden der Position 10 und der Nachtrag Nr. 1 sind deshalb vollständig im Restbetrag enthalten. Abweichungen zur Offerte: Position 9 mit sechs statt fünf Ausschnitten gemäss Aufnahme am Montagetag. Position 10 mit 7.5 statt der angenommenen 4.0 Regiestunden gemäss unterschriebenem Rapport. Positionen 12 und 13 gemäss Nachtrag Nr. 1. Abnahme: Das Werk wurde am 09.09.2026 gemeinsam abgenommen und im Protokoll festgehalten. Bitte melden Sie allfällige Mängel innert der gesetzlichen Frist. Nachjustage: Den Termin nach der ersten Heizperiode vereinbaren wir mit Ihnen; er ist in Position 11 enthalten. Zahlbar bis zum oben genannten Datum ohne Abzug auf [IBAN], lautend auf [Firma]. Bitte geben Sie die Rechnungsnummer als Mitteilung an. [Preise, Mengen und Daten dieser Vorlage sind Beispiele. Setzen Sie Ihre eigenen ein.]

Im Beispiel rechnet eine Schreinerei einen Einbauschrank im Korridor ab: Planung, Material, Fronten, Beschläge, Werkstattstunden, Transport, Montage, Demontage der alten Einrichtung, Ausschnitte, Regiestunden und ein Nachtrag. Die offerierten Positionen und Preise stammen aus der Offerte Vorlage für Schreiner; Nummern und Daten sind hier eigene. Alle Preise sind Beispiele aus einer Kalkulation, keine Marktpreise.

Die Schlussrechnung liest man neben der Offerte

Dein Kunde hat vor drei Monaten eine Offerte unterschrieben und erinnert sich an den Betrag unten rechts. Alles, was er jetzt tut, ist vergleichen. Erleichtere ihm das: gleiche Reihenfolge, gleiche Positionsnummern, gleiche Bezeichnungen. Was dazugekommen ist, steht darunter mit einer eigenen Nummer und einem Datum. Eine Schlussrechnung, die anders gegliedert ist als die Offerte, erzeugt ein Telefongespräch, und zwar immer.

Damit der Vergleich möglich ist, gehören in den Kopf der Rechnung die Offertnummer mit Datum, das Datum der Freigabezeichnung und das Datum der Abnahme. Die drei Daten erzählen die Geschichte des Auftrags: was vereinbart wurde, ab wann die Masse verbindlich waren und wann das Werk übergeben wurde. Ohne sie ist später keine Frist mehr datierbar.

Abweichung im BeispielBetrag nettoGrundlage, die auf der Rechnung genannt wird
Ein Ausschnitt mehr als offeriert: 6 statt 5CHF 65.00Aufnahme vor Ort am Montagetag, Rapport vom 08.09.2026
Regiestunden Montage: 7.5 statt angenommener 4.0CHF 367.50Unterschriebener Rapport, Ansatz CHF 105.00 aus der Offerte
Nachtrag: zwei zusätzliche InnenschubladenCHF 610.00Nachtrag Nr. 1 vom 21.08.2026, vom Kunden unterschrieben
Zusammen CHF 1'042.50 netto mehr als die Offerte. Jede der drei Zeilen trägt eine Unterlage, auf die sich der Kunde selbst berufen kann. Das ist der ganze Unterschied zwischen einer Nachforderung und einer Diskussion.

Mehrstunden: was du verrechnen darfst und was nicht

Hier steht im Gesetz eine harte Regel, die viele Schreinereien Geld kostet. Wurde die Vergütung im Voraus genau bestimmt, ist der Unternehmer verpflichtet, das Werk um diese Summe fertigzustellen, «und darf keine Erhöhung fordern, selbst wenn er mehr Arbeit oder grössere Auslagen gehabt hat, als vorgesehen war» (OR Art. 373 Abs. 1). Umgekehrt gilt dasselbe: Braucht das Werk weniger Arbeit als gedacht, schuldet der Besteller trotzdem den vollen Preis (Abs. 3). Nur ausserordentliche, nicht vorhersehbare Umstände können vor Gericht zu einer Erhöhung führen, und das ist ein hoher Massstab.

War der Preis gar nicht oder nur ungefähr bestimmt, wird er «nach Massgabe des Wertes der Arbeit und der Aufwendungen des Unternehmers festgesetzt» (OR Art. 374). Für die Rechnung heisst das dreierlei.

  • Pauschalpositionen bleiben, wie sie offeriert waren. Eine Werkstattstunde mehr, weil das Furnier gerissen ist, verrechnest du nicht. Sie gehört in die Nachkalkulation, nicht auf die Rechnung.
  • Regiestunden brauchen eine Regieposition in der Offerte, mit Ansatz und einer angenommenen Stundenzahl. Dann ist nicht der Preis vereinbart, sondern der Ansatz, und die tatsächlichen Stunden sind geschuldet. Ohne diese Position argumentierst du mitten im Auftrag.
  • Nachträge sind eigene kleine Verträge. Lass sie unterschreiben, bevor du sie ausführst, und sei es mit zwei Zeilen auf dem Rapport. Auf der Rechnung erscheinen sie als eigener Block mit Nummer und Datum, getrennt von den offerierten Positionen.
Der häufigste Streitfall ist nicht der Nachtrag, sondern die Änderung nach der Freigabezeichnung. Wer nach der Freigabe die Höhe um zwei Zentimeter ändert, bestellt ein neues Bauteil. Halte in der Offerte fest, dass bereits zugeschnittenes Material in jedem Fall verrechnet wird, und schreib auf die Rechnung, worauf sich die verrechnete Änderung stützt.

Wann die Mehrwertsteuer auf der Anzahlung entsteht

Bei Möbeln nach Mass kaufst du Material ein, bevor du Geld gesehen hast. Darum sind Anzahlungen in diesem Gewerk normal, und das Gesetz stützt sie: Ohne andere Abrede ist die Vergütung erst bei der Ablieferung des Werkes zu zahlen (OR Art. 372 Abs. 1). Ein Zahlungsplan gehört also in die Offerte, nicht in eine Mail nach der Bestellung. Wie Akonto- und Schlussrechnung aufgebaut werden und warum der Abzug brutto erfolgt, steht im Ratgeber Akonto- und Schlussrechnung.

Weniger bekannt ist der steuerliche Zeitpunkt. Rechnest du nach vereinbarten Entgelten ab, entsteht die Umsatzsteuerschuld «mit der Ausgabe der Teilrechnung oder mit der Vereinnahmung der Teilzahlung, wenn die Leistungen zu aufeinander folgenden Teilrechnungen oder Teilzahlungen Anlass geben» und bei Vorauszahlungen ohne Rechnung «mit der Vereinnahmung des Entgelts» (MWSTG Art. 40 Abs. 1 Bst. b und c). Die Steuer auf der Anzahlung schuldest du also im Quartal der Anzahlung, auch wenn die Schlussrechnung ein halbes Jahr später kommt.

Zwei Quartale, ein Auftrag: wann welche Steuer fällig wird
2. Quartal: Akontorechnung 30 % vom 19.06.2026
CHF 4'667.65
Darin enthaltene Steuer zu 8.1 %, im 2. Quartal zu deklarieren
CHF 349.75
3. Quartal: Akontorechnung 40 % vom 24.07.2026
CHF 6'223.53
Darin enthaltene Steuer, im 3. Quartal zu deklarieren
CHF 466.33
3. Quartal: Schlussrechnung, Steuer auf dem ganzen Werklohn
CHF 1'250.28
Abzüglich der bereits deklarierten Steuer auf den Akonti
CHF 816.08
Noch zu deklarierende Steuer aus der Schlussrechnung
CHF 434.20

Gerechnet ist hier mit Anzahlungen, die die Steuer enthalten: CHF 4'667.65 brutto ergeben 4'667.65 geteilt durch 1.081, also CHF 4'317.90 netto und CHF 349.75 Steuer. Wichtig ist nicht die Rappengenauigkeit, sondern die Reihenfolge: Erst alles zusammenzählen, dann die Steuer rechnen, dann die Akontobeträge brutto abziehen. Wer die Anzahlungen netto abzieht, verliert am Schluss genau die 8.1 Prozent darauf. Wie du die Abzüge verbuchst, klärst du einmal mit deiner Treuhandstelle.

Der Kunde zieht zehn Prozent Rückbehalt ab

Das kommt vor, sobald ein Architekturbüro oder eine Bauleitung im Spiel ist, und es ist nur dann berechtigt, wenn es vereinbart wurde. Von Gesetzes wegen ist die Vergütung bei der Ablieferung des Werkes zu zahlen (OR Art. 372 Abs. 1). Ein Rückbehalt braucht also eine Grundlage: eine Klausel im Vertrag oder die vereinbarte SIA 118. Die SIA 118 ist eine private Norm und gilt nur, wenn die Parteien sie vereinbaren; steht sie nirgends, gibt es auch keinen Rückbehalt. Was du in diesem Fall tun kannst, steht unter Garantierückbehalt am Bau.

Praktisch heisst das: Schreib den vollen Betrag auf die Rechnung und lass den Kunden abziehen, wenn er eine Grundlage dafür hat. Einen Rückbehalt selbst in die Rechnung zu schreiben, ohne dass er vereinbart ist, schenkt ihn ihm. Und wo ein Rückbehalt vereinbart ist, gehört auf die Rechnung, wann und unter welcher Bedingung er fällig wird, samt Datum.

Verzögerung, Lagerung und der Zeitpunkt der Ablieferung

Der Schrank ist fertig, die Baustelle nicht: der Klassiker im Innenausbau. Das Gesetz knüpft die Fälligkeit an die Ablieferung (OR Art. 372 Abs. 1), und ist das Werk in Teilen zu liefern und die Vergütung nach Teilen bestimmt, ist für jeden Teil bei dessen Ablieferung zu zahlen (Abs. 2). Solange du nicht abliefern kannst, wird der Restbetrag also nicht fällig, auch wenn das Material längst bezahlt ist.

  • Lagerkosten kannst du nur verrechnen, wenn sie vereinbart sind. Eine Klausel in der Offerte mit Frist und Wochenansatz kostet dich nichts und trägt genau in diesem Fall.
  • Teillieferung vereinbaren, wenn sich der Termin verschiebt: Korpusse stellen, Fronten später montieren, zwei Teilrechnungen. Das braucht eine Abrede über Teile und Teilvergütungen, sonst bleibt alles bis zum Schluss offen.
  • Das Abnahmedatum ist keine Formalität. Ab der Abnahme laufen die Verjährungsfristen für Mängelansprüche (OR Art. 371). Halte es mit dem Kunden fest und schreib es auf die Rechnung.

Das Beispiel in der Vorlage, nachgerechnet

Schlussrechnung Einbauschrank, Abnahme vom 09.09.2026
Offerierte Positionen 1 bis 9 und 11
CHF 14'038.00
Regiearbeiten Montage, 7.5 Std. zu CHF 105.00
CHF 787.50
Nachtrag Nr. 1: Material 2 Stk. zu CHF 185.00
CHF 370.00
Nachtrag Nr. 1: Werkstatt 2.5 Std. zu CHF 96.00
CHF 240.00
Zwischentotal
CHF 15'435.50
MwSt 8.1 % auf CHF 15'435.50
CHF 1'250.28
Rechnungsbetrag
CHF 16'685.78
Abzüglich Akontorechnung 30 % vom 19.06.2026
CHF 4'667.65
Abzüglich Akontorechnung 40 % vom 24.07.2026
CHF 6'223.53
Restbetrag, zahlbar bis 21.10.2026
CHF 5'794.60

Die Offerte lautete auf CHF 14'393.00 netto und CHF 15'558.83 brutto. Die beiden Anzahlungen von 30 und 40 Prozent wurden auf diesen Offertbetrag gerechnet, die Nachforderung steckt darum vollständig im Restbetrag. Das ist normal und gehört so kommentiert: Ein Satz im Fusstext, der sagt, dass die Akontobeträge auf der Offerte beruhen und die Mehrleistung im Restbetrag enthalten ist, nimmt der letzten Zahlung die Überraschung.

Achtung: Auf den QR-Einzahlungsschein gehört der Restbetrag von CHF 5'794.60, nicht der Rechnungsbetrag von CHF 16'685.78. Wer den ganzen Betrag auf den Einzahlungsschein setzt, bekommt ihn im schlechtesten Fall überwiesen und darf zurückzahlen. Die Word- und Excel-Vorlage hat keinen Einzahlungsschein: Der Code trägt Betrag, Konto und Referenz in sich und stimmt nach jeder Korrektur in der Tabelle nicht mehr. Ohne Einzahlungsschein ist die Rechnung gültig; auf ihr stehen dann IBAN, Kontoinhaber und die Rechnungsnummer als Mitteilung.

Was nach dem Versand mit der Rechnung passiert

Schreib die Zahlungsfrist als Datum. Ohne verabredeten Verfalltag gerät dein Kunde erst durch deine Mahnung in Verzug (OR Art. 102). Die Rechnung selbst bewahrst du zehn Jahre auf, ab dem Ende des Geschäftsjahres, elektronisch zulässig (OR Art. 958f). Diese zehn Jahre sind kein Selbstzweck: Weil die Mängelansprüche bei einem unbeweglichen Werk fünf Jahre nach der Abnahme verjähren (OR Art. 371 Abs. 2), ist die Rechnung mit Abnahmedatum, Rapport und Fotos dein Beweis, wann die Frist begonnen hat. Zu den Rüge- und Verjährungsfristen im Detail siehe die Offerte Vorlage für Schreiner.

So macht es KIDESK

KIDESK kennt die Rechnungsarten Akonto und Schlussrechnung und rechnet sie gegeneinander auf: Bei der Schlussrechnung hakst du die Akontorechnungen an, jede erscheint mit ihrer Nummer als eigene Abzugszeile im Summenblock, und auf dem QR-Einzahlungsschein steht der Restbetrag. Aus der Offerte wird der Auftrag und daraus die Rechnung, ohne dass du eine Zahl abtippst, samt Positionsnummern und Reihenfolge. Werkstatt- und Montagestunden erfasst du am Auftrag mit von und bis, die Reisezeit in einem eigenen Feld; der Kunde unterschreibt Rapport und Abnahme auf dem Gerät. Nach dem Auftrag zeigt die Nachkalkulation je Position, was offeriert war und was es gekostet hat.

Rechnungen in KIDESK Aufträge und Rapporte

Häufige Fragen

Darf ich Mehrstunden verrechnen, die in der Offerte nicht standen?

Bei einem fest bestimmten Preis nicht: Du bist verpflichtet, das Werk um diese Summe fertigzustellen, und darfst keine Erhöhung fordern, selbst wenn du mehr Arbeit hattest (OR Art. 373 Abs. 1). Verrechenbar sind Mehrstunden dort, wo der Preis nicht fest war, also bei einer Regieposition mit vereinbartem Ansatz oder bei einem unterschriebenen Nachtrag.

Wann muss ich die Mehrwertsteuer auf einer Anzahlung abliefern?

Bei Abrechnung nach vereinbarten Entgelten mit der Ausgabe der Teilrechnung oder mit dem Eingang der Teilzahlung, bei Vorauszahlungen ohne Rechnung mit dem Eingang des Geldes (MWSTG Art. 40 Abs. 1 Bst. b und c). Die Anzahlung vom Juni gehört also in die Abrechnung des zweiten Quartals, nicht in jene der Schlussrechnung.

Muss ich eine Anzahlung verlangen, oder ist das anrüchig?

Es ist üblich und rechtlich sauber, solange es vereinbart ist. Ohne andere Abrede wäre die ganze Vergütung erst bei der Ablieferung zu zahlen (OR Art. 372 Abs. 1), und bei Möbeln nach Mass kaufst du Material Wochen vorher ein. Setz den Zahlungsplan in die Offerte, mit prüfbaren Auslösern wie «bei Auftragserteilung» und «bei Produktionsbeginn».

Der Kunde behält zehn Prozent für die Garantie zurück. Muss ich das akzeptieren?

Nur wenn es vereinbart ist, etwa im Vertrag oder über die vereinbarte SIA 118. Sonst ist die Vergütung bei der Ablieferung des Werkes zu zahlen (OR Art. 372 Abs. 1). Die SIA 118 ist eine private Norm und gilt nicht automatisch. Schreib darum den vollen Betrag auf die Rechnung und verlange für einen Abzug die Grundlage.

Der Schrank ist fertig, die Baustelle nicht. Kann ich Rechnung stellen?

Die Vergütung wird bei der Ablieferung fällig (OR Art. 372 Abs. 1). Solange du nicht abliefern kannst, wird der Restbetrag nicht fällig. Möglich sind zwei Wege: eine Akontorechnung nach dem vereinbarten Zahlungsplan, oder eine Abrede über Lieferung und Vergütung in Teilen (Abs. 2). Lagerkosten kannst du nur verrechnen, wenn sie in der Offerte stehen.

Wie weise ich Nachträge auf der Schlussrechnung aus?

Als eigenen Block am Ende, mit Nachtragsnummer und Datum, nach den offerierten Positionen. So sieht der Kunde in einem Blick, was vereinbart war und was dazukam. Und lass Nachträge unterschreiben, bevor du sie ausführst: Zwei Zeilen auf dem Rapport genügen und sind im Streitfall mehr wert als die Erinnerung an ein Telefongespräch.

Quellen

Dieser Text ist eine allgemeine Information für Schweizer Unternehmen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Wenn dir ein Fehler auffällt, schreib uns, wir korrigieren ihn.

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